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Eletronik-Fachmarkt Alphatecc will Einöd bis 2014 verlassen

Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Homburg-Einöd. Die Meldung kam für viele nicht überraschend: Der Globus-Elektronik-Fachmarkt Alphatecc will seinen Standort im Einöder Einkaufszentrum Blitz bis spätestens August 2014 räumen (wir berichteten). Damit verliert der Handelsplatz an der Heinrich-Spoerl-Straße seinen wichtigsten Mieter. Doch wer wird der Gewinner der Wegzugs sein? Im Gespräch sind die Innenstädte von Homburg und Zweibrücken. Zumindest auf der pfälzischen Seite laufen derzeit schon erste Gespräche. Erich Huwer, bei Globus zuständig für die Alphatecc-Märkte, machte klar, dass man mit dem Markt in der Region bleiben wolle, Zweibrücken oder Homburg seien potenzielle Standorte. Für Huwer biete Zweibrücken ein Standortvorteil gegenüber Homburg: Man habe keine Konkurrenz von vergleichbaren Anbietern wie Media-Markt oder Pro-Markt zu befürchten.

Genau das gilt aber bei einem möglichen Umzug in die Homburger Innenstadt nicht. Hier gibt es beide Elektronik-Fachmärkte, Media-Markt im Saarpfalz-Center und Pro-Markt am Rand der Innenstadt an der Mainzer Straße. Und in Homburg stellt sich zudem die Frage, wohin ein Markt wie Alphatecc innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters bis August 2014 ziehen könnte – entsprechende Baulichkeiten scheint es nicht zu geben. Unter der Hand gibt es verschiedene Denkansätze. So könnte Alphatecc Nachmieter von Media-Markt im Saarpfalz-Center werden – würde dieser ins geplante ECE-Center auf dem Enklerplatz ziehen. Oder Alphatecc könnte selbst im ECE-Center angesiedelt werden. Eine zweite Option hat durchweg spekulativen Charakter, nämlich eine Ansiedlung in einer vielleicht einmal realisierbaren Geschäftsbebauung auf dem Vauban-Carree. Hier spricht aber die Zeit gegen eine Verwirklichung, denn nach einer tatsächlichen Umsetzung der Vauban-Pläne sieht es derzeit nicht aus.

So verwundert es nicht wirklich, dass sich die Homburger Stadtverwaltung auf die Frage nach der Zukunft von Alphatecc in Homburg eher zurückhaltend gibt. So seien die Einflussmöglichkeiten generell eher gering, da es sich um eine privatwirtschaftliche Entscheidung handele. Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff: „Selbstverständlich ist die Stadt an einem Verbleib von Alphatecc in Homburg interessiert, auch wenn unser Märktekonzept Ansiedlungen an so genannten nicht integrierten Standorten kritisch sieht.“ Derzeit, so Kruthoff, gebe es „durchaus mehrere Ideen und Überlegungen, wo Alphatecc einen neuen Standort finden könnte, vermutlich lassen sich diese Überlegungen aufgrund der zeitlichen Entwicklungen aber nicht verwirklichen“.

Die Stadt hat aber nicht nur zu klären, wohin der Fachmarkt umgesiedelt werden könnte. Sie muss auch die Frage beschäftigen: Was passiert mit dem „angeschlagenen“ Blitz, wenn Alphatecc geht? Dass man diese Herausforderung im Blick hat, scheint Jürgen Kruthoffs Antwort auf die Frage zu zeigen, wie sich derzeit die Gesprächslage zwischen den beteiligten Parteien – Stadt Homburg, Globus/Alphatec und dem Besitzer des Blitz – abzeichne: „In jedem Fall ist die Stadtverwaltung Homburg über das Amt für Wirtschaftsförderung zwar nicht mit Alphatecc, aber mit dem Besitzer der Handelsflächen des Blitz-Einkaufszentrums im Gespräch und wird auch im Gespräch bleiben.“



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