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Elf Kilo Marihuana: Dealer (42) muss für viereinhalb Jahre in Zweibrücker Knast

Zweibrücken. Die späte Reue nutzte einem 42-jährigen Drogenhändler nur wenig. Das Landgericht Zweibrücken schickte den Holländer gestern für viereinhalb Jahre ins Gefängnis, weil er in Aachen elf Kilogramm Marihuana an einen verdeckten Ermittler der Polizei aus der Südwestpfalz verkaufen wollte.

Zehn Kilogramm sollten  Besitzer wechseln

Eingefädelt worden war der Drogenhandel in Zweibrücken, wo vorigen Winter zwei Verwandte des Dealers in der JVA eingesessen hatten. Die drei hatten sich bereits im Januar mit dem Beamten getroffen, der ein Kilogramm des Rauschgiftes für 4300 Euro kaufen wollte. Das Geschäft kam allerdings erst einmal nicht zustande, weil die Häftlinge noch ihre Strafe verbüßen wollten. Erst am 5. März kam es auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Aachen zu der Übergabe des Marihuanas, das aus den Niederlanden beschafft wurde. In einer Gaststätte wurde dann ein weiterer Kauf vereinbart. Diesmal sollten zehn Kilogramm den Besitzer wechseln. Als Übergabetermin wurde der 11. März ausgemacht. An diesem Tag kam es allerdings zu einem Disput über die Durchführung der Aktion. Der Täter hat die Überprüfung des Geldes verlangt, weil er falsche Banknoten befürchtete. Dies geschah in einer Aachener Spielbank, wo die 43 000 Euro in Jetons umgetauscht und zurückgetauscht wurden. Für die Staatsanwältin war dies der Beweis, dass es sich um keine Anfänger handelte: „Es waren Sicherheiten eingebaut.“

Bei der Übergabe schnappte die Falle der Polizei zu, der Mann kam in U-Haft. Gestern räumte er erstmals die Vorwürfe ein: „Ich werde das nie mehr tun. Meiner Familie habe ich sehr viel Leid zugefügt.“ Mit ihrem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwältin. Der Verteidiger hatte auf eine „angemessene Haftstrafe“ plädiert.

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