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Elm feiert das erste Mühlenfest

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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Das Mühlenfest löst das Bachtalfest ab: Mit der Premiere in diesem Jahr in ihrem Naherholungsgebiet Mühlenthal wollen die Elmer über die Grenzen ihres Ortes hinaus auf ihre Heimat aufmerksam machen – am Freitag, Samstag und Sonntag, 7., 8. und 9. Juni. „Beispielhaft ist, dass sich zur Durchführung 13 Elmer Vereine zusammengeschlossen haben“, sagt Bürgermeister Hans- Joachim Neumeyer. Damit haben sie fast die Anzahl der Mühlen erreicht, die einst im Sprengerbachtal gestanden haben: 14 Stück reihten sich alle 500 Meter entlang des Baches auf, der von seiner Quelle in Sprengen aus bis zur Mündung in die Saar seinen Namen wechselt: von Sprengerbach zu Brucherbach, dann zu Bommersbach. Er speiste genau 13 der Mühlen. Eine bezog ihre Kraft aus dem Schwindelborn. „Das ist eine Quelle, die in den Sprengerbach fließt“, berichtet Mühlenbauer Albert Weber, der aus dem Tal stammt.

Heute noch können Wanderer auf dem Mühlenweg die alten Mühlenplätze sehen, die ältesten datieren aus dem zwölften, dem 14. und dem 15. Jahrhundert: Von einigen Mühlen sind ganze Gebäude, von anderen nur wenige Mauern erhalten, einige sind niedergerissen, berichtet Weber weiter. Er stammt aus Elm von der Sprenger Mühle und leitet heute die Mühlenwanderung. Natürlich tut er Letzteres auch beim ersten Mühlenfest, betont Ortsvorsteherin Christel Albert.

Die Wanderer können noch die Sprenger Mühle sehen: Die siebte Generation der ursprünglichen Müller-Familie Weber nutzt sie als Wohnhaus. Auch die Elmer Mühler steht noch, ist aber wegen baulicher Mängel nicht zugänglich, nur das zugehörige Wohnhaus ist auch heute noch bewohnt.

Ebenfalls bewohnt: die Sandersmühle und die Schwomb- Mühle, die auch Schwanenoder Schwamm-Mühle heißt, sowie die Bruch-Mühle und die Bommersbacher Mühle. Auch über die Ohlig-Mühle sagt Weber: „Sie ist zum Wohnhaus umgebaut und bewohnt.“ Auch das Herrenhaus der Brucherbacher Papiermühle stehe noch, sei aber baufällig. „In einer zur Pulvermühle gehörenden Halle sind heute Wohnungen eingerichtet“, sagt Weber. Die Pulvermühle selbst sei niedergerissen. Der Bach überwindet im Mühlenthal von der Quelle bis zur Mündung einen Höhenunterschied von 63 Metern, zusätzlich war er vor den Mühlen aufgestaut und trieb mit seinem Wasser die Mühlräder über extra angelegte, so genannte Mühlengräben, an: Die Mühlen verarbeiteten den historischen Angaben nach Getreide, pressten Öl, Papier oder Pulver oder zerkleinerten die für die so genannte Lohgerberei notwendigen pflanzlichen Gerbmittel. Ortsvorsteherin Christel Albert hofft, dass das Mühlenfest, das die Elmer Geschäftswelt rege unterstütze, wieder „ein Höhepunkt im Jahr“ für den Schwalbacher Ortsteil und ein Erfolg für die ausrichtenden Vereine wird. Letztere haben sich als „Vereinsgemeinschaft Mühlenfest“ zusammengetan und präsentieren ein großes Programm.

Christel Albert: „Wir sind hier alle durch die Festvorbereitung zusammengewachsen, die 13 Vereine, die ortsansässigen Bäcker und Geschäfte. Alle wollen ein schönes Fest und nicht einfach nur Geld verdienen. Das merkt man.“ Auch über eine rege Unterstützung der Gemeindeverwaltung Schwalbach freut sich die Ortsvorsteherin: Die Gemeinde ergänzt das Mühlenfest mit einem Familienradwandertag am Sonntag, 9. Juni.

HINTERGRUND

Die Verkehrssicherheitsaktion BOB wird beim ersten Mühlenfest in Elm unterstützt: Es gibt drei alkoholfreie Freigetränke für den in einer Besuchergruppe, der seine Begleiter ohne Alkohol im Blut sicher nach Hause fährt. Die drei Getränkebons gibt’s gegen Vorlage des BOB-Schlüsselanhängers/- Logos am Kassenhäuschen. Wer den BOB-Ausweis für seine Fahrgemeinschaft noch braucht, erhält diesen laut Hauptorganisatorin Christel Albert auch dort. mcs

 Es gibt einen Zubringer-Service zu ausgewiesenen Parkplätzen, Kosten: ein Euro pro Person. Fahrtzeiten: Freitag / Samstag 18 bis 1, Sonntag 15 bis 20 Uhr; Parkplätze gibt es an der Kautzmühle, dem Sportplatz Elm, der Turn- und Festhalle und an der Autobahn auf dem Park- & Rideplatz.

An den drei Fest-Tagen gibt’s ein umfangreiches Programm

Elm. Das Programm des ersten Mühlenfestes im Naherholungsgebiet Mühlenthal in Elm, hinter dem Hotel Mühlenthal, Bachtalstraße 214: Freitag, 7. Juni: 18 Uhr Eröffnung mit extra gebrautem Mühlenbier, 19 Uhr Musik mit Radio-Salü-DJ Thorsten Kremers, 20 Uhr „Die Habachtaler“ machen Live-Musik

Samstag, 8. Juni: 11 bis 18 Uhr Bauernmarkt rund ums Mühlenthal, 12 bis 14 Uhr Mittagessen, 14 bis 18 Uhr Kinder-Unterhaltung, zum Beispiel mit Hüpfburg und Schminken, 14 Uhr Kutschfahrten, 15 Uhr Mühlenwanderung ab Sprengen (Treffpunkt: Festhalle Elm), 16 Uhr Kaffee und frisch gebackener Blechkuchen aus dem Mühlenthal, vor Ort im Holzkohlebackofen gebacken, 18 Uhr Musik mit Radio-Salü- DJ Thorsten Kremers, 20 Uhr „Die Barmherzige Plateausohlen“ machen Live-Musik

Sonntag, 9. Juni: ab 10 Uhr Familienradwandertag der Gemeinde Schwalbach im Mühlenthal, 11 bis 18 Uhr Bauernmarkt, 11 bis 13.30 Uhr Platzkonzert und Frühschoppen mit dem MGV Germania Elm und der Gesellschaft der Musikfreunde Elm, 12 bis 15 Uhr Mittagessen (Mühlenspezialität: Wutz am Spieß), 12 bis 17 Uhr Kinder-Unterhaltung, Hüpfburg, Schminken, 13.30 Uhr Platzkonzert des Tambour Corps der Freiwilligen Feuerwehr Elm, 15 Uhr Kaffe und frisch gebackener Blechkuchen, vor Ort im Holzkohlebackofen gebacken, 15 Uhr Puppentheater Gabi Kussani, 16.30 Uhr Verlosung, anschließend Platzkonzert des Akkordeonorchesters Elm und Dämmerschoppen mcs

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