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Elmar Hubertus gewann die Saarlandmeisterschaft der Riesenkürbiszüchter

Nachrichten aus der Region St. Wendel.

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Gehweiler. Wiegemeister Armin Gisch hatte ein verschmitztes Lächeln im Gesicht, als er auf die geeichte Digitalwaage an seinem Traktor angesprochen wurde: „Ich bin vereidigt und unbestechlich“, sagte er und räumte auf humorvolle Weise damit auf, dass beim Wiegen der Riesenkürbisse vielleicht gemogelt werden könnte. Seine Antwort war mehr spaßig gemeint, denn nicht er, sondern die Waage mit ihrer elektronischen Anzeige war unbestechlich. Mit einigen Helfern, die die Bänder festzurrten, hievte Armin Gisch am Sonntag mit dem Ausleger des Traktors die goldgelben „dicken Dinger“ in die Höhe und setzte sie, nachdem das Gewicht festgestellt und aufgeschrieben war, wieder ab. Schauplatz des Spektakels war die Gehweiler Ortsmitte, Anlass die fünfte Saarlandmeisterschaft im Riesenkürbiszüchten.

Armin Gischs Waage notierte für den Kürbis von Elmar Hubertus aus Urexweiler 380 Kilogramm. Das „dicke Ding“ war das schwerste, das an diesem Tag nach Gehweiler transportiert worden war. Das Gewicht reichte aus, um Saarlandmeister im Riesenkürbiszüchten zu werden. Gegenüber dem Vorjahr war der Siegerkürbis 42 Kilogramm leichter gewesen. 2010 brachte der dickste von ihnen 422,6 Kilogramm auf die Waage. Auf dem zweiten Platz landete der Kürbis von Jan Molter aus Neunkirchen (338,4 Kilogramm), auf dem dritten Platz der von Rosi Hubertus aus Urexweiler (289,2 Kilogramm). Den schönsten Kürbis brachte Jaqueline Molter aus Neunkirchen mit. Er war gleichmäßig rund und hatte ein kräftiges, einheitliches Orange als Farbe.

Schlechtes Wetter für Kürbisse Elmar Hubertus berichtete den Besuchern am Sonntag davon, wie es gelingt, einen solch dicken Kürbis zu züchten. Er hatte den Samen der Sorte „Dills Atlantic Giant“ im April in Töpfe gelegt, die Pflanzen im Mai ins Freie gesetzt und sie bis zum Herbst mit zehn Schubkarren Pferdemist gedüngt. An heißen Tagen brauchte der Siegerkürbis 100 Liter Wasser. Mit diesem Rezept war Elmar Hubertus bereits 2007 und 2008 Sieger geworden, während der 2009 und 2010 „nur“ auf den zweiten Rängen landete. Das wechselhafte und zur falschen Zeit warme und trockene Wetter sei in diesem Jahr für Kürbisse katastrophal gewesen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Dicke Dinger“, Alexander Schröck. Das sei vermutlich auch der Grund dafür gewesen, dass nur 22 Züchter an der Saarlandmeisterschaft teilgenommen hatten. 2010 seien es 32 gewesen. Für die Kinder bis zwölf Jahre war ein eigener Wettbewerb ausgeschrieben worden. Michelle Martini aus Ballern brachte mit 158,8 Kilogramm den dicksten Kürbis mit, Luisa Schröck aus Furschweiler mit 125 Kilogramm den zweitdicksten. Auch der kleinste Kürbis wurde gesucht. Es war der von Marvin Hinze aus Gehweiler, der nur 300 Gramm wog. Während die Erwachsenen Geldpreise bekamen, freuten sich die Kinder über Spielsachen und Süßigkeiten als Preise.

Carsten Becker, der Vorsitzende des Gehweiler Züchtervereins, hatte den Kürbissamen dieses Jahr in den USA bestellt und an die Züchter ausgegeben. „Die Sorte ,Dills Atlantic Giant’ erbringt weltweit die dicksten Früchte“, sagte er gegenüber der SZ. „Wir machen den Kürbisfreunden allerdings keine Vorgaben, welche Samen sie verwenden sollen.“

AUF EINEN BLICK

Die Platzierungen der Erwachsenen: 1. Elmar Hubertus, Urexweiler (380 Kilogramm); 2. Jan Molter, Neunkirchen/ Saar (338,4 Kilogramm); 3. Rosi Hubertus, Urexweiler (289,2 Kilogramm), 4. Jaqueline Molter, Neunkirchen; 5. Heiko Palubitzki, Urexweiler; 6. Armin Gisch, Hirstein; 7. Peter Becker, Urweiler; 8. Laura Cullmann, Gehweiler; 9. Kristin Stängler, Gehweiler. – Kinder: 1. Michelle Martini, Ballern (158,8 Kilogramm), 2. Luisa Schröck, Furschweiler (125 Kilogramm), 3. Kevin Kühne, Gehweiler (108,9 Kilogramm), 4. Chantal Kühne, Gehweiler; 5. Kimberly Stängler, Gehweiler; 6. Emely Stängler, Gehweiler; 7. Michelle Hartyniuk, Hirstein; 8. Leonard Schröck, Furschweiler; 9. Justin Stängler, Gehweiler; 10. Jasmin Stängler, Gehweiler; 11. Joshua Keller, Freisen; 12. Luca Keller, Freisen; 13. Marvin Hinze, Gehweiler. gtr

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