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Eltern erschlagen: Freispruch für Sohn?

Symbolfoto.

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Der 28-Jährige aus Homburg, der seine Eltern mit einem Hammer erschlagen haben soll, war bei der Tat eventuell nicht schuldfähig. Er muss deshalb wohl nicht in Haft. Aber er könnte in die forensische Psychiatrie gesperrt werden. Im Strafprozess gegen den 28-Jährigen wurden gestern die Schlussplädoyers gehalten. Darin beantragten der Staatsanwalt und der Verteidiger übereinstimmend einen Freispruch für den Angeklagten, der erneut seine Unschuld beteuerte.

 

Nach Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters war der Mann zur Tatzeit wegen einer schweren psychischen Erkrankung sehr wahrscheinlich für sein Tun nicht verantwortlich. Dementsprechend gingen Anklage und Verteidigung am Ende der mehrtägigen Beweisaufnahme davon aus, dass der 28-Jährige nicht schuldfähig im Sinne des Strafrechts sei. Deshalb dürfe er für sein Tun nicht wegen Totschlags verurteilt werden. Allerdings müsse er – so der Staatsanwalt – zum Schutz der Allgemeinheit auf Dauer in die forensische Psychiatrie für gefährliche Straftäter gesperrt werden. Dieser Schlussfolgerung schloss sich der Anwalt des Angeklagten nicht an. Die Richter wollen ihr Urteil heute um 10.30 Uhr verkünden. Die Entscheidung dürfte den Strafrichtern und Schöffen der Großen Strafkammer nicht leicht fallen. Zumal bis heute völlig unklar ist, warum es überhaupt am Abend des 8. Dezember 2015 zu der brutalen Bluttat in der ersten Etage eines Homburger Mehrfamilienhauses gekommen ist.
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