L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Empörte Reaktionen auf Pläne für Dudweiler Freibad

Bald aus und vorbei? Das Dudweiler Freibad soll geschlossen werden.

Bald aus und vorbei? Das Dudweiler Freibad soll geschlossen werden.

  Am Freitag (07.06.2013) gaben Bürgermeister Ralf Latz (SPD) und Sportdezernent Harald Schindel ihr Bäderkonzept bekannt, das nun noch den Stadtrat passieren muss (SZ vom 8. Juni). Wolfgang Backes, der 1. Vorsitzende des Fördervereins Dudweiler Bäder, zeigt sich empört. „Die in die Diskussion gebrachte Möglichkeit, das Dudweiler Freibad von Vereinen und Engagierten als Genossenschaftsbad ehrenamtlich weiterzuführen, halten wir für unrealistisch“, sagt er. Experten, meint Backes, seien sich einig, dass lediglich Hallenbäder für genossenschaftliche Lösungen in Frage kommen. Ein Freibad würde aufgrund der unkalkulierbaren Einnahmenseite in einer solchen „Lösung“ unweigerlich zum Bankrott der Betreibergesellschaft führen. Außerdem seien Haftungsfragen hier drängend und kaum lösbar. Wenn dann Oberbürgermeisterin Charlotte Britz die Aufgabe auf die Bürger abwälze, zu sozialen Preisen Schwimmmöglichkeiten bereitzustellen, sei klar, dass es sich hier um eine Scheindiskussion handele. Backes: „Verantwortlich für die Bäderschließungen sind also nicht mehr die Stadtverwaltung und der Stadtrat, sondern mangelndes Engagement und Bemühen der Bürger – pfui!“.

Der Förderverein Dudweiler Bäder sieht das alles ganz anders: „Wir lassen uns nicht den Schwarzen Peter für Versäumnisse der Stadt zuschieben, eine stabile Basis für das Betreiben von Bädern zu schaffen. Eine Straffung der Bäderverwaltung und ein tragfähiges Bäderkonzept stehen schon lange aus und wurden von uns immer wieder gefordert.“ Die politische Entscheidung, das Freibad zu schließen und das Altenkesseler Bad nur noch für Schulen und Vereine zu öffnen, bedeute, dass immer weniger Menschen schwimmen gehen könnten. Vor allem in den Sommerferien würden die Freizeitmöglichkeiten für Familien beschnitten, gerade für diejenigen, die sich keine Reisen leisten können: „Das ist unsozial und ruft unseren energischen Protest hervor.“

Auch Hans Joachim Gottfreund, der 1. Vorsitzende der DLRG Dudweiler, zeigt sich enttäuscht und empört. Zum 1. Januar, sagt er, seien die Gebühren für die Schwimmvereine und Schulen um 60 Prozent erhöht worden, zurzeit werde über eine Anhebung der Gebühren um 35 bis 50 Prozent für die Sportvereine nachgedacht.

Die Vereine würden jetzt bluten für das, was die Verwaltung an Versäumnissen und an Fehlern zu verantworten habe, meint Gottfreund. „Überall wird das Ehrenamt gepriesen, aber in Wirklichkeit wird es mit Füßen getreten. Ich bin jetzt seit 45 Jahren in der DLRG, davon 34 Jahre ehrenamtlich tätig und frage mich immer öfter: Warum mache ich das eigentlich noch?“, fügt der Vorsitzende, der auch im Vorstand des Bäder-Fördervereins mitmischt, reichlich verbittert hinzu. Vereine, die sich jahrzehntelang für das Wohl von Kindern und Erwachsenen engagiert haben, würden „systematisch gebeutelt und ausgequetscht“, und am Ende sei der Verein dann mausetot.
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