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EnBW lässt erstes Windrad des Webenheimer Windparks aufstellen

Noch drehen sich die Flügel nicht, aber das erste Windrad in der Biosphäre Bliesgau ist errichtet. Am vergangenen Wochenende wurde das erste von drei geplanten Windrädern auf dem Renkersberg zwischen Webenheim und dem pfälzischen Wattweiler aufgebaut. Verantwortlich für den Webenheimer Windpark ist EnBW, Energie Baden-Württemberg. Für die Errichtung der Windräder wurden riesige Baustellenflächen eingeschottert, auch mussten weite Feldwegteile verbreitert werden. Dazu wurde Grund abgefräst und eine Behelfsfahrbandecke aufgebracht.

Bis zuletzt hatte sich eine „Interessengemeinschaft Biosphäre“ gegen den Bau der Windräder gewehrt. Ihre Argumente: Tierschutz und Erhalt der Kulturlandschaft im Biosphärenreservat. Auch wird die sogenannte Windhöffigkeit am Renkersberg angezweifelt. Dies hatten die Verantwortlichen von EnBW bei einer öffentlichen Ausschuss-Sitzung des Stadtrats im Blieskasteler Rathaus Anfang September ganz anders dargestellt. Auch wurden bei dieser Veranstaltung Informationen gegeben, wie die Modalitäten bei einem eventuellen Rückbau der Windräder zu sein haben. Die drei Windräder werden jeweils eine Leistung von 2,05 Megawatt haben, insgesamt also 6,15 Megawatt. Die Nabenhöhe beträgt 100 Meter, die Gesamthöhe dann gut 146 Meter. Die Anlagen haben einen Rotordurchmesser von 92,5 Metern. Die Montage der Anlage soll bis Dezember beendet sein. Bis dahin werden noch etliche Schwertransporte durch Webenheim zum Renkersberg unterwegs sein, etwa acht bis elf pro Turbine. Insgesamt investiert EnBW 8,5 Millionen Euro in den Windpark Webenheim .

Die Stadt Blieskastel wollte das Gelände ursprünglich nicht für einen Windpark freigeben, man hatte ein Gelände bei Böckweiler favorisiert. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz hatte das anders gesehen und damals sozusagen an der Stadt vorbei die Genehmigung zum Bau der Windräder zugelassen. Die Verwaltung hatte sich vergebens dagegen gewehrt. Eines der neuen Windräder liegt nun auch außerhalb des von der Stadt vorgesehenen Areals, was aber legal ist. Die EnBW plant eigenen Angaben zufolge, die Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 zu einer der tragenden Säulen ihres Geschäfts auszubauen. Dabei spiele auch der weitere Ausbau der Onshore-Windkraft, also die Windkraft an Land, eine wichtige Rolle. Ziel sei, die Onshore-Windkraft bis zum Jahr 2020 auf 1000 Megawatt auszubauen.

Dabei sei die EnBW auf gutem Weg. Projekte im Saarland würden seit Januar 2015 von der Niederlassung in Trier betreut. Zuletzt sei im Sommer 2015 der Windpark St. Wendel-Niederlinxweiler mit zwei Windenergieanlagen errichtet worden. Ein weiteres Projekt sei derzeit auf der Einöder Höhe in Homburg im Bau.

enbw.com

 

 

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Hintergrund Die Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe gehört zu den größten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und in Europa. Mit rund 20 000 Mitarbeitern werden 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wasser und energienahen Produkten und Dienstleistungen versorgt. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem Land Baden-Württemberg und den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken – einem kommunalen Zweckverband. 2013 wurde EnBW mit dem Motto „ Energiewende . Sicher. Machen.“ neu ausgerichtet. „Seitdem treiben wir die Energiewende in Deutschland voran und haben unsere Konzernstrukturen verschlankt, um schnell und flexibel am Markt agieren zu können“, heißt es auf der Internetseite www.enbw.com des Unternehmens. ert

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