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Endlich: Saargummi ist gerettet!

Saargummi ist gerettet.

Saargummi ist gerettet.

Wadern. Überraschende Wendung in dem Ringen um den Erhalt von Saargummi: Betriebsrat und Gewerkschaft haben sich gestern mit dem chinesischen Staatskonzern CQLT auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt. CQLT-Chef Wenqing Zhang und Dietmar Geuskens, Bezirksleiter der Gewerkschaft IG BCE, unterschrieben am Abend einen Vorvertrag. Damit ist der Weg frei für eine Übernahme von Saargummi durch CQLT. „Wir sind froh und erleichtert, dass wir eine Einigung mit den Arbeitnehmern erzielen konnten“, sagte Zhang. Am Mittwoch hatte die Arbeitnehmerseite die Gespräche noch für gescheitert erklärt. Die Insolvenzverwalter hatten daraufhin die Befürchtung geäußert, dass die Standorte Wadern-Büschfeld und Losheim in Kürze schließen müssten. gilt für 737 der 783 unbefristeten Arbeitsplätze in Büschfeld.

Schließung drohte

Dass es doch wieder zu Gesprächen und dann sogar zu der Einigung kam, lag zum einen wohl daran, dass den Arbeitnehmervertretern deutlich geworden war, wie sehr die Zeit drängt. Dass wirklich eine Schließung drohte, wenn nicht in Kürze ein Abschluss erzielt wird. Und für die Gläubigerbanken die anderen Bieter, die indische Ruia Group und der polnische Konzern Boryszew, nicht in Frage kamen. Vor allem Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) wie auch der Insolvenzrichter sollen besonders stark Überzeugungsarbeit geleistet haben, wie es aus Verhandlungskreisen hieß. gilt für 737 der 783 unbefristeten Arbeitsplätze in Büschfeld.


Fünfjährige Standort- und Beschäftigungsgarantie

Zum anderen besserten die Chinesen ihre Offerte erheblich nach. „CQLT hat sich in fast allen Punkten auf uns zubewegt, so dass wir am Ende sagen konnten: Das ist ein ordentliches Angebot“, sagte Geuskens. So sei im Vertrag eine fünfjährige Standort- und Beschäftigungsgarantie verankert – ohne irgendwelche Einschränkungen. Jegliche betriebsbedingten Kündigungen – auch im Fall eines Umsatzeinbruchs durch eine Wirtschaftskrise – bedürfen der Zustimmung des Betriebsrats, so Geuskens. Die Job-Garantie gilt für 737 der 783 unbefristeten Arbeitsplätze in Büschfeld.

Zudem hat CQLT jetzt höhere Investitionen ins Büschfelder Werk zugesagt – 15 Millionen statt der elf Millionen, die das Unternehmen zuvor genannt hatte. Außerdem soll der Abzug von Aufträgen und Technologien aus Büschfeld vertraglich ausgeschlossen werden, wie Teilnehmer der Verhandlungen erläuterten. Dies war immer eine der größten Sorgen der Belegschaft: dass CQLT nur an das Know-how des Dichtungsspezialisten herankommen will. Zhang gab gestern ein Bekenntnis zu den deutschen Standorten ab: „Unser Ziel ist, die Saargummi Deutschland mit dem Hauptstandort Büschfeld zum Kern unserer Aktivitäten in Deutschland, Europa und den USA zu machen.“ Der Konzern, der 2010 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erzielte, zahlt für Saargummi angeblich mehr als 60 Millionen Euro. Saargummi erwirtschaftete 360 Millionen Euro Umsatz.

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