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Endspurt im Weihnachtspostamt

„Weihnachtspostamt, 66 351 St. Nikolaus im Warndt“, steht auf dem gelben „Ortseingangsschild“ vor der Alten Schule. Drinnen werden die Gäste freundlich empfangen. Im liebevoll geschmückten Saal herrscht am Montagnachmittag ordentlich Betrieb. Einige plaudern bei einer Tasse Kaffee, andere schauen sich auf dem Bastelmarkt nach einer Geschenkidee um.

Und natürlich wird die Post erledigt. Am Tisch von Mareike Schorr bildet sich eine kleine Schlange. Konzentriert drückt das Mitglied des Festausschusses St. Nikolaus den begehrten Stempel aufs Papier. Die Post, versichert sie, geht noch am selben Tag raus. Um halb sieben Uhr wird sie abgeholt. „Vielen Dank!“, sagt eine Kundin. „Bitte, frohe Weihnachten!“, antwortet die nette Nikolaus-Helferin.

Muss gerade mal kein Kunde bedient werden, greift sie in die gelbe Kiste neben ihrem Stuhl. Dort wartet das Tageskontingent an Kinderbrief-Antwortschreiben. Sie gehen in die ganze Welt. Über den ersten Brief, den Schorr in ihrer Schicht fertig machte, wird sich jemand in Malaysia freuen. Vor dem Abräumen breitet sie die frisch gestempelte Post zunächst auf dem Tisch aus. So hat die Farbe Zeit zu trocknen; schließlich will kein Empfänger einen verwischten Stempel.

Nebenan kümmert sich Peter Gerecke um ein Paket, das in die Nähe von Braunschweig geschickt wird. Je näher Weihnachten rückt, weiß der Vorsitzende des Festausschusses, desto mehr Besucher bringen ihre Post.

Dank der guten Planung läuft auch bei starkem Andrang alles rund, eine Hand greift in die andere. Die Datei mit dem Dienstplan hat Gerecke auf dem Smartphone griffbereit. Neben ihm sind am Montag noch sechs weitere Helfer im Einsatz. „Gesundes neues Jahr!“, ruft seine Kollegin Elke Richter einer Bekannten zu. Am Briefmarken- und Kartentisch begrüßt sie fast nur Stammkundschaft.

Zu den treuen Kunden zählt auch Yolande Mertinitz-Prediger. Sie hat sich ein Postleitzahlenbuch ausgeliehen und sucht den Ort Überherrn. Ihre Weihnachtspost geht aber auch nach Frankreich. In diesem Jahr ist sie bereits das dritte Mal da. Und am 24. Dezember kommt sie wieder. Dann will sie sich den Stempel mit dem Heiligabend-Datum sichern. Im Weihnachtspostamt fühlt sich die Besucherin aus St. Nikolaus wohl. Ihr Fazit: „Die Leute sind nett, es ist gemütlich.“

Am heutigen Mittwoch ist das Weihnachtspostamt in der Alten Schule, Im Spitzenfeld, von 16.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. An Heiligabend werden dort noch von zehn Uhr bis zwölf Uhr Briefe gestempelt.

 
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