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Energiepreise an der Schmerzgrenze

Saarbrücken. Als Berufsschullehrer verdient Roman Kanning nicht schlecht. Nachdem Strom und Gas bezahlt sind, hat seine Familie, verglichen mit seiner Ausbildungszeit, nun zwar mehr Geld in der Tasche. „Absolut gesehen habe ich aber sehr wohl den Eindruck, dass Energie immer teurer geworden ist“, sagt der Saarbrücker. Seine vierköpfige Familie hat 2007/2008 für 3000 Kilowattstunden (kWh) Strom 703 Euro ausgegeben. Ein Jahr zuvor war die Rechnung mit 760 Euro zwar teurer. Aber angesichts eines damaligen Verbrauchs von 3600 kWh Strom relativ gesehen günstiger.

:: Umfrage: „Ich glaube nicht, dass die Rohstoffe so knapp sind“

Auch das Heizen mit Gas ist für Familie Kanning eine teure Angelegenheit. Neben einem monatlichen Grundpreis von 9,62 Euro wolle sein Versorger ab Februar den Arbeitspreis pro kWh Gas von 5,75 Cent auf 6,80 Cent erhöhen. Er habe dem Anbieter daher „die Pistole auf die Brust gesetzt“. Die Familie wolle wechseln, wenn der Anbieter nicht die alten Preise belässt. Schließlich argumentierten die Anbieter bei Preiserhöhungen immer mit dem gestiegenen Ölpreis. „Wo bleiben denn nun die Preissenkungen beim Gas?“, fragt Kanning.

So durchdacht wie Familie Kanning geht nicht jeder mit Energie um. Viele achteten lediglich auf die Höhe der Abschlagszahlung und hätten den Verbrauch nicht im Blick, sagt Gertrud Truar von der Verbraucherzentrale des Saarlandes, und das, obwohl „bei vielen die Schmerzgrenze erreicht“ sei. Wer sparen möchte, könne etwa den Versorger wechseln. Allerdings sollte man darauf achten, nicht „vom Regen in die Traufe“ zu gelangen. Sie rate etwa von Anbietern ab, die Vorauszahlungen fürs ganze Jahr verlangen. Diese seien zwar oft günstiger. „Aber bei einer Insolvenz gibt es keinen Strom, und das Geld ist auch meist weg“, gibt sie zu bedenken.


Die Verbraucherzentrale bietet eine Energiesparberatung an. Sie kostet fünf Euro. Infos unter Tel.: (06 81) 5 00 89 15.
Von Thorsten Mohr und Kristina Ohr
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