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Enkeltrick: Seniorenberater warnen vor dreisten Betrügern

Perfide betrogen wurde eine 92-jährige Frau. Sie bekam einen Telefonanruf eines angeblichen Enkelkindes, das dringend für einen Immobilienkauf in Saarbrücken Bargeld benötige. Der Enkel fragte, mit wie viel Geld die Oma ihm aushelfen könne. Darauf gab die Geschädigte an, dass sie ihm mit 35 000 Euro aushelfen könne. Der Betrüger rief im Laufe des Tages noch mehrfach bei der Frau an. Zwischenzeitlich meldete sich aber auch noch ein angeblicher Polizeibeamter, der wegen der „Enkeltrickbetrügereien“ noch Überprüfungen durchführen müsste. Diesem gab die Seniorin auch die genauen Personendaten des Enkels an, der um Bargeld gebeten habe. Der angebliche Enkel meldete sich ebenfalls wieder telefonisch und fragte, warum sie ihm die Polizei „auf den Hals gehetzt habe“. Nach diesem Telefonat mit dem angeblichen Enkel meldete sich erneut der angebliche Polizeibeamte und teilte mit, dass mit dem Enkel alles in Ordnung sei. Nach diesem Anruf hob die Seniorin von der Bank das Geld ab und übergab den Betrag an einen angekündigten Freund des Enkels. Bei zwei weiteren Enkeltrickanrufen blieb es beim Versuch, da die angerufenen Senioren misstrauisch wurden.

 

Die Seniorensicherheitsberater geben folgende Tipps: Während des Telefonates sollten Senioren Gegebenheiten und Dinge erfragen, die nur der richtige Enkel beantworten kann. Nicht auf eine persönliche Gesprächsebene einlassen, von scheinbar Vertrauten am Telefon nicht ausfragen lassen. Die Namen der Verwandtschaft, die Höhe der Bargeldreserven zu Hause und der Konten bei der Bank niemals am Telefon preisgeben. Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen sollte bei Familienangehörigen Rücksprache gehalten werden, besonders dann, wenn es „sehr dringend“ ist. Keine Rückruffunktion nutzen, sondern bekannte Telefonnummern der Angehörigen.

 

Nie Geldbeträge an unbekannte Personen übergeben. Bei Zweifel die Polizei verständigen. Wenn ein angeblicher Kriminalbeamter anruft, sich Namen und Dienststelle des Beamten geben lassen, dann die Dienststelle anrufen und nachfragen, ob der betreffende Beamte dort wirklich erreichbar ist. Ein „echter“ Polizeibeamter hat immer Verständnis für solche Vorsichtsmaßnahmen. „Echte“ Polizisten würden niemals verlangen, dass jemand eigenes Geld für ein mögliches Scheingeschäft einsetzt.

 

Abschließend teilen die Sicherheitsberater mit: „Informieren Sie umgehend ihre örtlich zuständige Polizeidienststelle, oder über den Notruf 110 über derartige Betrugsversuche über Telefon.“

 

Info: Seniorenbüro, Telefon (0 68 51) 8 01 52 00 oder -52 01

 

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