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Enklerplatz: Die Mehrheit wünscht sich ein Einkaufscenter

In der Stadt Homburg soll nach wie vor ein Einkaufscenter auf dem Enklerplatz errichtet werden. Das Verfahren wurde vom Stadtrat auf den Weg gebracht. Simulation: Deutsche Immobilien-Gruppe

In der Stadt Homburg soll nach wie vor ein Einkaufscenter auf dem Enklerplatz errichtet werden. Das Verfahren wurde vom Stadtrat auf den Weg gebracht. Simulation: Deutsche Immobilien-Gruppe

Die Innenstadt von Homburg verändert derzeit ihr Gesicht. Seit längerem bereits laufen verschiedene Planungen – auch im Hinblick auf den Einkaufssektor. Gerade erst wurde und wird der historische Marktplatz aufgewertet: Am Eingang zur Karlsbergstraße entstand nach einer Komplettsanierung ein ansehnliches Büro- und Wohngebäude. Direkt daneben sind die Planungen für das Traditionsgasthaus „Zum Storchen“ weit gediehen. Hier soll ein Museum für Stadtgeschichte mit umfassender Gastronomie entstehen. In Sachen Gastronomie hat der Marktplatz mit dem stattlichen, von der Bevölkerung sehr gut angenommenen italienischen Restaurant – ebenfalls eine Bereicherung für diesen Teil des Stadtzentrums. Alles gut also in der Kreis- und Universitätsstadt? Fast! Wären da nicht die zahlreichen leer stehenden Läden in der Fußgängerzone.

Nichts desto trotz tut sich was in Homburg . Deshalb hat die Saarbrücker Zeitung eine Blitzumfrage gestartet, an der sich 159 Leserinnen und Leser beteiligt haben. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, gibt aber durchaus einen Fingerzeig. Dabei haben wir stichpunktartig nicht nur Homburger befragt, sondern vereinzeln auch Bürger der angrenzenden Kommunen im Saarpfalz-Kreis. Ist Homburg eben nicht nur Kreisstadt, sondern auch nach wie vor die Einkaufsstadt vieler Saarpfälzer. Wir wollten von unseren Lesern wissen, wie sie die Situation Homburgs sehen, was gut, was eher schlecht ist – und wie mögliche Veränderungen aussehen könnten. Dabei gab es durchaus überraschende Antworten.

Eine Frage lautete: „Soll die Stadt Homburg ihre Pläne weiterverfolgen, auf dem Enklerplatz ein großes Einkaufszentrum zu errichten?“. 53 Prozent der Befragten sprechen sich für das geplante Shoppingcenter aus, 41 Prozent lehnen es ab, fünf Prozent haben keine Meinung. Klarer Vorsprung also für die Befürworter, wenngleich die Zahl der Ablehner nach wie vor groß ist.

Seit Jahren wird in der Stadt darüber diskutiert, auf dem Enklerplatz nur dann zu bauen, falls auf dem Vauban-Carree am anderen Ende der Talstraße ein Pendant entsteht. Für diese so genannte „Knochenlösung“ spricht sich auch die Stadtspitze aus, um die Innenstadt an beiden Enden gleichzeitig aufzuwerten und die Käuferströme nicht einseitig auf den Enklerplatz zu leiten. Bei unserer Befragung gehen die Leser diesen Weg überraschenderweise nicht mit. Auf die Frage „Sollte zusätzlich zur Enklerplatz-Bebauung auch auf dem so genannten Vauban-Carree ein Geschäftshaus entstehen?“ antworteten lediglich 36 Prozent mit „Ja“. 52 Prozent sind dagegen, 12 Prozent haben keine ausdrückliche Meinung. Ungefähr gleichauf fällt das Ergebnis bei der generellen Frage „Reicht das bestehende Angebot an Einkaufsmöglichkeiten in der Homburger City aus?“. 48 Prozent der Befragten finden das so, 44 Prozent antworten mit „Nein“, acht Prozent mit „weiß nicht“.

Gut weg kommt bei unserer Umfrage das gastronomische Angebot der Innenstadt. 72 Prozent sind damit zufrieden, nur 20 Prozent äußern sich negativ, acht Prozent antworten mit „weiß nicht“. Letztlich wollten wir von unseren Lesern wissen, was sie an Homburg am meisten vermissen und was ihnen gut gefällt. Gut finden viele die Überschaubarkeit der Innenstadt. „Man ist zu Fuß in fünf Minuten in jedem Geschäft“ war eine Aussage, auch positiv wird gesehen, dass man im Parkhaus 90 Minuten kostenfrei parken kann. Dennoch wird durchaus weiterer Parkraum vermisst – vor allem für Arbeitende oder für ältere Menschen. Für die Kaufmannschaft gibt es insgesamt viel Lob, wenngleich sich etliche Leser an den zahlreichen Leerständen stoßen. Auch der Branchenmix könnte nach Aussage vieler größer sein, so werden unter anderem ein großes Sportgeschäft vermisst, aber auch ein Herrenausstatter, Läden für Kinderkleidung und Spielwaren. Die kulturellen Angebote in der Altstadt hätten sich in letzter Zeit gebessert, meinte ein Befragter, ein anderer vermisst hingegen eine „lebhafte Fußgängerzone mit Geschäften und Gastronomie“. Das Angebot für Jugendliche sei ausbaufähig. Ein großes Einkaufscenter steht bei vielen ganz oben auf der Wunschliste – aber nicht bei allen. „Geschäfte sollten in die fast tote Fußgängerzone, dann brauch' ich kein großes Center, dahin kann man auch außerhalb einkaufen fahren.“ Moniert wird letztlich immer wieder die „fehlende Sauberkeit“ in der City.

 

Zum Thema:

SZ-Umfrage-Center: Es gibt viele Themen, die die Saarländer bewegen und die intensiv diskutiert werden. Damit die Meinung der Leser in Zukunft noch größere Beachtung findet, hat die Saarbrücker Zeitung ihr Umfrage-Center neu gestaltet. Wer da mitmachen will, muss sich einmalig registrieren. Und wer schon an Befragungen unter sz-umfrage.de teilgenommen hat, kann seine Login-Daten weiter nutzen.Umfrage-Teilnehmer werden mit Punkten belohnt. Ab 20 Punkten können diese in verschiedene Einkaufsgutscheine umgewandelt eingesetzt werden. klösz-umfrage.de  
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