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Ensheim: Ab Oktober neue Flüge in vier Großstädte

Von Saarbrücken-Ensheim aus kann man ab 1. Oktober  nach München, Wien, Hamburg und London fliegen.

Von Saarbrücken-Ensheim aus kann man ab 1. Oktober nach München, Wien, Hamburg und London fliegen.

Saarbrücken. Die Bremer Fluggesellschaft OLT Express Germany wird ab 1. Oktober von Saarbrücken-Ensheim aus Flugverbindungen nach München, Wien, Hamburg und zum Airport London South?end anbieten. Das kündigte OLT-Geschäftsführer Professor Joachim Klein gestern in Saarbrücken an. Die Linien starten zum 1. Oktober und sind seit gestern im Internet auf der OLT-Seite (www.oltexpress.de) oder über das Service-Center (Telefon (0 18 05-65 86 59) buchbar. Am Flughafen wird außerdem ein Ticketschalter eingerichtet.

Der Einstiegspreis für alle Verbindungen liegt bei 49 Euro inklusive aller Entgelte, Steuern und Gebühren (nur Hinflug). Darüber hinaus gibt es noch Tarife zu 79 und 109 Euro. Hamburg wird täglich angeflogen, München steht elfmal pro Woche im Flugplan, Wien viermal und London dreimal. „Wir sind sicher, dass wir damit ein attraktives Angebot haben“, sagte Klein. Der 55-jährige Luftfahrtmanager stammt aus Namborn, hat in Saarbrücken Betriebswirtschaft studiert und war Chef der Fluggesellschaften Eurowings und Germanwings.

Als Flugzeug wird auf allen Strecken die Fokker 100 mit 100 Sitzplätzen eingesetzt. OLT Express hat zehn dieser Flugzeuge im Einsatz. Sie sollen in Zukunft alle am Saar-Airport gewartet werden. Aus diesem Grund wird ab 1. September der Geschäftsbetrieb der Contact Air übernommen, die seit langem in Ensheim Flugzeuge wartet. Dort sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Trotz Mehrarbeit soll deren Zahl nicht erhöht werden. OLT-Geschäftsführer Klein rechnet mit bis zu 110?000 Passagieren, die die vier Verbindungen pro Jahr nutzen könnten. Die Landesregierung begrüßte die Entscheidung von OLT Express, die neuen Strecken einzurichten. Damit „wird das Angebot am Flughafen Saarbrücken durch attraktive Ziele erweitert“, betonte Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke (SPD), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Saarbrücken GmbH ist. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saar verwies darauf, dass „sich auch die Erreichbarkeit unseres Landes von den neuen Zielregionen aus verbessert“.

Staatssekretär Barke, der am Mittwoch in Brüssel war, um mit der EU-Kommission über die EU-rechtliche Zulässigkeit der Flughafen-Finanzierung zu verhandeln, sagte, dass „wir den Flughafen so positionieren müssen, dass wir mit dem EU-Beihilferecht konform gehen“. Durch den OLT-Einstieg würden die staatlichen Zuschüsse auf jeden Fall verringert. Allerdings müsse noch weiteres Geschäft an den Airport geholt werden. Zurzeit prüft die Kommission, ob das Saarland in der Vergangenheit den Fluggesellschaften finanziell zu stark entgegen gekommen ist. Auch die Kooperation mit dem Flughafen Zweibrücken werde weiter geprüft. „Zurzeit fehlen noch belastbare Zahlen“, sagte Barke.

OLT Express, nach eigenen Angaben die zweitälteste Fluggesellschaft Deutschlands, gehört seit kurzem der niederländischen Panta Holdings, ein Unternehmen, das vor allem in der Luftfahrt-Branche aktiv ist.

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