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Entführt? Vermisster Trierer Student Mexim Beck taucht in Rumänien auf

  Der seit zwei Monaten vermisste Trierer Maxim Beck ist lebend wieder aufgefunden worden. Der 28-Jährige tauchte völlig verwirrt in der rumänischen Stadt Oltenita wieder auf. Sein Bruder soll ihn nun nach Hause bringen.

Trier.
Von Maxim Beck, 28 Jahre alt und in Kurganinsk (Russland) geboren, gab es seit gut sieben Wochen keinerlei Lebenszeichen mehr. Der Student war nach einer Fahrt mit dem Mountainbike am Trierer Petrisberg spurlos verschwunden (wir berichteten). Am 29. Juli, dem Tag seines Verschwindens, hatte der junge Mann noch erfolglos versucht, seine Eltern in Dresden anzurufen. Als sie ihn aber am selben Tag zurückrufen wollten, erreichten sie ihn nicht. Einen bereits gebuchten Flug nach Berlin trat Beck am 30. Juli nicht an. Mehrere Suchaktionen der Polizei in der Nähe des Funkturms am Petrisberg sowie in den Trierer Stadtteilen Olewig, Feyen und Mariahof blieben erfolglos. Zuletzt wurde ein Helikopter mit einer Wärmebildkamera eingesetzt, der ebenfalls nichts fand. Auch die verzweifelten Hilferufe der Familie und Freunde verhallten. Die Eltern hatten eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zu Maxim führen. Wie die Zeitung „Trierischer Volksfreund“ aus sicherer Quelle erfuhr, hat sich am Dienstag ein Mann bei der rumänischen Polizei in Oltenita gemeldet, der sich als Maxim Beck vorstellte. Er sei heruntergekommen und völlig verwirrt gewesen. Ausweispapiere habe er nicht gehabt. Oltenita, eine Stadt mit rund 30.000 Einwohnern, liegt rund 60 Kilometer südlich von Bukarest und 3000 Kilometer von Trier entfernt.

Den rumänischen Beamten habe er erzählt, er sei entführt worden, heißt es. Die Polizisten sollen den Mann dann fotografiert und die Bilder mit denen von Beck im Internet verglichen haben. Als für sie feststand, dass es sich um Beck handelt, wurden die deutsche Botschaft in Rumänien sowie das Bundes- und das Landeskriminalamt informiert. Die Trierer Polizei bestätigte am Donnerstagabend nach weiteren Überprüfungen, unter anderem einem Vergleich der Zähne und einem Gentest, dass es sich tatsächlich um Beck handelt. Details sind bislang aber nicht bekannt. „Scheinbar gibt es Gott da oben wirklich“, sagte erleichtert Liliana Anastasia, eine Freundin Maxim Becks. Sie hatte zusammen mit Freunden die private Suche nach dem Studenten organisiert. „Wir haben nie die Hoffnung aufgegeben, dass er noch lebt.“ Weder über die Umstände des Verschwindens noch über seinen Aufenthaltsort seit Ende Juli liegen laut Polizei bislang Erkenntnisse vor. Auch nicht darüber, ob der nach eigenen Angaben entführte Student freigelassen wurde oder ob ihm die Flucht gelang. Dem Vernehmen nach wird ihn nun sein Bruder abholen und nach Dresden zu den Eltern bringen, wo ihn später die Polizei vernehmen will.

Bei Beck hat ein Vermisstenfall aus der Region nun ein glückliches Ende gefunden. Nach wie vor aber gibt es keine Spur von der Studentin Tanja Gräff, die seit 2007 vermisst wird. fcg

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