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Entlassener Triebtäter verlässt Stadt: Blieskastel atmet auf

Saarbrücken/Blieskastel. Der nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofes (BGH) letzte Woche auf freien Fuß gesetzte Sextäter Walter H. hat seinen kurzfristig gewählten Wohnsitz in der Blieskasteler Innenstadt wieder aufgegeben. Der 61-jährige Mann, dem Gutachter ein hohes Rückfallrisiko bescheinigen, lebt nach Informationen unserer Zeitung jetzt wieder in einem Saarbrücker Hotel. Die Polizei, die keine Angaben zu seinem Aufenthaltsort macht, überwacht ihn weiter rund um die Uhr. Annelie Faber-Wegener (CDU), Bürgermeisterin von Blieskastel, reagierte mit Erleichterung. Sie habe die „überraschende Nachricht“, dass der Mann Blieskastel wieder verlassen hat, zum Abschluss eines Gespräches mit Sicherheitsbehörden im Rathaus erhalten. Die Stadtverwaltung hatte darauf hingewiesen, dass sich im unmittelbaren Umkreis des kurzzeitigen Aufenthaltsortes des Mannes „mehrere Schulen und ein Kindergarten befinden“.

Vollständige Sicherheit nicht möglich

Mit dem Fall Walter H. beschäftigte sich gestern auf SPD-Antrag auch der Rechtsausschuss des Landtages. Die Vorsitzende Dagmar Heib (CDU) teilte mit, Justiz- und Innenministerium leisteten in der aktuellen Lage „gute Arbeit“. Alle rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten im Interesse des Schutzes der Bevölkerung würden ausgeschöpft. Dennoch müsse festgehalten werden, dass „trotz des massiven Einsatzes wegen der gerichtlich erzwungenen Freilassung hochproblematischer Täter keine vollständige Sicherheit zu gewährleisten ist“.

Anke Rehlinger, rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, betonte, es müssten alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ergriffen werden, um den größtmöglichen Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. „Debattieren ist jetzt nicht mehr angesagt.“ Die Bundesjustizministerin sei in Verzug, müsse endlich „praktikable und sichere Wege zur Gestaltung der Sicherungsverwahrung aufzeigen“.
mju
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