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Entscheidung am Kieselhumes

Saarbrücken. Als „eins von neun Endspielen“ bezeichnet Winfried Klein, der Cheftrainer des Frauenfußball-Zweitligisten 1. FC Saarbrücken, die Partie gegen den VfL Sindelfingen am Sonntag am Kieselhumes (14 Uhr). Aber das Topspiel des 14. Spieltages zwischen dem Tabellenführer und dem FCS als erstem Verfolger (zwei Punkte Rückstand bei einem Spiel mehr) ist mehr als das: Es gibt die Richtung des Frauenfußballs in Saarbrücken vor. Gewinnt der FCS, ist er erstmals in dieser Saison Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd und somit auf einem Aufstiegsplatz. Das Saisonziel des direkten Wiederaufstiegs wäre so nah wie nie. Verliert das Team, sind die Aufstiegsträume wohl geplatzt. Dem mit zahlreichen Jugendnationalspielerinnen gespickten Kader droht der Ausverkauf.

Laut Abteilungsleiter Joachim Grewenig hat keine Spielerin einen Vertrag über diese Saison hinaus, und die Verhandlungen „sind abhängig vom Aufstieg und dem davon abhängigen Budget“. Grewenig ist aber überzeugt: „Wenn wir Sindelfingen besiegen, können wir zu 90 Prozent für die Bundesliga planen.“ Am sechsten Spieltag belegten die Blau-Schwarzen noch Rang fünf – mit sieben Punkten Rückstand auf den VfL. Bei zwei Siegen, drei Unentschieden und einer Niederlage schien das Saisonziel in weite Ferne gerückt. Die mangelnde Chancenverwertung und Verletzungen wichtiger Leistungsträger wie Kapitän Nadine Keßler, Christina Arend und Ann-Katrin Schinkel trugen ihren Teil dazu bei. Doch mit der Rückkehr von Keßler (Knorpelschaden im Knie) im November kam der FCS wieder in Fahrt – und gab seitdem keinen Punkt mehr ab.

Auch Arend, die nach ihrem Comeback in der Rückrunde bereits vier Treffer erzielte, hat die Mannschaft wieder deutlich verstärkt. Sindelfingen hat den Rückrundenauftakt dagegen verpatzt und beim 0:3 gegen Sand erstmals Nerven gezeigt. Dass der Spitzenreiter allerdings noch ein Nachholspiel gegen den 1. FFC Frankfurt II zu absolvieren hat und auch bei einer Niederlage in Saarbrücken den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen kann, dessen sind sich die FCS-Spielerinnen bewusst. „Ein Sieg würde uns ein großes Stück näher bringen, aber er ist keine Garantie für den Aufstieg. Wir dürfen keine Punkte mehr liegen lassen und müssen hoffen, dass Sindelfingen es tut“, sagt Selina Wagner, mit 13 Treffern Toptorjägerin der Liga.

FCS-Cheftrainer Klein hofft dagegen auf eine große Zuschauerunterstützung am Sonntag und sagt: „Ich habe das Wort ,muss’ aus meinem Wortschatz gestrichen. Wir werden das Spiel gewinnen.“ Der FSV Jägersburg spielt am Sonntag (14 Uhr) beim FCR Duisburg II, der SV Dirmingen zeitgleich beim SC Sand. 
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