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Er streicht in Kaiserslautern 283 Opel-Jobs

Am heutigen Montag beginnen erste Gespräche über den Personalabbau an den deutschen Opel-Standorten. Bochum ist am stärksten betroffen. Hier soll auch das Getriebewerk geschlossen werden.

Berlin. Der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer Magna will einem Bericht zufolge allein am Opel-Stammsitz Rüsselsheim und im Werk Bochum mehr als 3800 Arbeitsplätze abbauen. Wie die "Welt am Sonntag" weiter berichtete, sollte das Werk Eisenach dagegen von Streichungen verschont bleiben. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ranghohe Verhandlungskreise weiter schrieb, ist Bochum unter den deutschen Opel-Werken am stärksten vom geplanten Stellenabbau betroffen. Dort sollen 2045 Arbeitsplätze wegfallen. Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel hat bereits Pläne des künftigen Eigentümers Magna kritisiert, das dortige Getriebewerk mit 650 Mitarbeitern zu schließen und die Fertigung nach Österreich zu verlagern. "Das ginge nur über Abfindungen, da Magna keine betriebsbedingten Kündigungen vornehmen will", sagte Einenkel dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Mittel dafür stammten aus dem Überbrückungskredit des Bundes. So würde "Staatsgeld für Job-Verlagerungen missbraucht".

Am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim ist der Abbau von 1817 Arbeitsplätzen vorgesehen - 1100 davon in der Verwaltung, die übrigen in der Produktion. Erste Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern seien am Montag am Stammsitz in Rüsselsheim geplant.

Auch das Opel-Werk in Kaiserslautern ist vom Personalabbau betroffen. Demnach werden dort 283 Beschäftigte ihre Arbeit verlieren. Das Werk Eisenach bleibe von Streichungen verschont, da Produktionskapazitäten aus dem spanischen Saragossa nach Thüringen verlagert werden sollten.

Europaweit sollen insgesamt rund 10 500 Stellen wegfallen. An den Protesten in Saragossa nahmen am Samstag mehr als 15 000 Menschen teil. An der Spitze des Demonstrationszuges marschierten Arbeiter aus dem Opel-Werk Figueruelas bei Saragossa, in dem 7000 Menschen arbeiten.

Der russische Magna-Partner, die staatliche Sberbank, setzt bei der geplanten Opel-Übernahme vor allem auf Technologietransfer. Ohne diesen wäre die Übernahmevereinbarung "reine Zeitverschwendung", sagte Sberbank-Chef German Gref am Samstag.

Daimler-Chef Dieter Zetsche äußerte sich zuversichtlich, dass Magna künftig seine Aktivitäten als Autozulieferer einerseits und sein Engagement beim Autohersteller Opel zu trennen wisse. Er vertraue auf die Zusagen von Magna, "dass dieses zwei Tätigkeiten sind", sagte Zetsche am Sonntag dem Deutschlandfunk. Auch Magna-Chef Siegfried Wolf hatte auf der IAA erneut betont, Magna bleibe auch für andere Autohersteller ein verlässlicher Partner. Spitzenmanager verschiedener Autoproduzenten hatten hier mehrfach Bedenken angemeldet.



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