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Ergänzung zur Europa-Galerie: Auch die Mainzer Straße hat was zu bieten

Auf der einen Seite der Innenstadt der große Shoppingtempel, auf der anderen kleine Geschäfte in netter Umgebung, dazwischen die Bahnhofstraße. So stellt sich das die Initiative Mainzer Straße vor.

Auf der einen Seite der Innenstadt der große Shoppingtempel, auf der anderen kleine Geschäfte in netter Umgebung, dazwischen die Bahnhofstraße. So stellt sich das die Initiative Mainzer Straße vor.

Saarbrücken. Gerd Leidinger, der Mann, der vor gut 20 Jahren seinen sicheren Job im städtischen Bauamt aufgegeben hat, um sich als Hotelier selbstständig zu machen, gilt nicht als ängstlicher Typ. Das heißt aber nicht, dass er vor Gefahren einfach die Augen verschließt. Denn nur, wenn man sieht, was auf einen zukommt, kann man reagieren – das sollte man dann aber auch tun, sagt Leidinger.

Gegengewicht zum Standort am Hauptbahnhof

Die Gefahr, die der Hotelier, aber vor allem viele Einzelhändler sehen: Wenn Mitte Oktober die Europa-Galerie in der ehemaligen Bergwerksdirektion eröffnet, geraten andere innerstädtische Handelsstandorte unter Druck. Das kann man beklagen, man kann aber auch etwas dagegen tun, sagt die Interessengemeinschaft Mainzer Straße, für die Leidinger zusammen mit Andrea Dumont spricht. Es müsse in der Stadt ein Gegengewicht zum Standort am Hauptbahnhof geschaffen beziehungsweise gestärkt werden.

Dieses Gegengewicht sind aus Sicht von Dumont und Leidinger der St. Johanner Markt und die daran angrenzende Mainzer Straße mit ihrem besonderen Flair und kleinen, aber feinen Läden. Man sei da schon gut ein Jahr lang mit Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer im Gespräch, sagt der Organisationsleiter der Interessengemeinschaft, Wolfgang Graul. Aber er habe „das Gefühl: Es zieht sich“.

Die Initiative erwarte von der Stadt keine enormen Investitionen, sagt Leidinger. Aber es wäre gut, „den Anwohnern Möglichkeiten zu eröffnen, selbst aktiv zu werden“. Das heißt für die Initiative vor allem: Der Verkehr muss neu geregelt werden – der fließende und der ruhende.

Platz für Stühle und Tische

Zum einen fordert die Initiative, dass die Fahrbahn verkleinert wird. So könne Platz geschaffen werden für die Händler und Wirte. Das Straßenbild werde sich schnell ändern, sagt Leidinger. Sobald Platz ist können Wirte Stühle und Tische vor die Tür stellen, die vielen kleinen, feinen Läden auch draußen etwas machen. Vielleicht sei es ja sogar machbar , dass ein Platz entstehe mitten auf der Straße.

Man wolle den Autoverkehr nicht blockieren, aber eben gleichberechtigt Raum schaffen für Fußgänger und Radfahrer. Die jetzige Regelung, sagt Leidinger, sei „ein Relikt aus einer Zeit, in der dem Auto alles untergeordnet wurde“.

"Am Bahnhof ist es gut. Aber hier ist es auch gut"

Zum anderen fordert die Initiative einen Test, was das Parken angeht. Von abends bis morgens sollen Parkplätze vor allem für Bewohner des Quartiers reserviert sein, tagsüber sollen aus Anwohnerparkplätzen Kundenparkplätze werden, schlägt Dumont vor.

Man hoffe, dass es dazu bald konkrete Gespräche mit der Stadtverwaltung gibt. „Die Botschaft muss lauten: Am Bahnhof ist es gut. Aber hier ist es auch gut“, sagt Wolfgang Graul. Und die Bahnhofstraße, die diese beiden Pole verbindet, würde auch profitieren, glaubt die Initiative. Nur alle Zeit, um in diesem Sinne zu handeln, habe man eben nicht. Da müsse sicht jetzt schon bald was tun.

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