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Ermittlungen gegen Ex-DRK-Vorsitzenden: Bringen Unterlagen Klarheit über 145 000 Euro?

Symbolfoto.

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Nach der Berichterstattung über die Strafanzeige des DRK-Kreisverbandes Saarbrücken wegen mutmaßlicher Unterschlagung in der Größenordnung von etwa 145 000 Euro aus der Kasse des DRK-Ortsvereins Gersweiler hat sich jetzt der frühere Vorsitzende gemeldet. Er war in den letzten Tagen für eine Stellungnahme nicht erreichbar gewesen. In DRK-Helferkreisen wurde sogar spekuliert, er sei möglicherweise abgetaucht. Sein Verteidiger, der Saarbrücker Rechtsanwalt Lars Nozar, bezeichnet dies jetzt in einer Stellungnahme als „Unsinn“.

Über den Anwalt teilt der 49-Jährige, der nach DRK-Angaben mit seiner Mutter, Ex-Schatzmeisterin des Vereins, über die auf einem Sparbuch angelegten Rücklagen verfügen konnte, mit: „Erst durch die Presse habe ich von den Ermittlungen erfahren. Ich bin hierüber entsetzt und enttäuscht, dass ich nicht vorher von meinen Vereinsfreunden ob einer Klärung offener Fragen befragt wurde.“ Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft seien bisher an ihn herangetreten. Er werde „selbstverständlich mit den Ermittlungsbehörden kooperieren und alle Unterlagen“ übergeben: „Ich stelle ausdrücklich klar, dass ich mich nie persönlich bereichert habe.“

Die behauptete Summe sei „nicht ansatzweise erklärbar“. Nach Angaben von DRK-Justiziar Helge Gilcher wurde die Strafanzeige erst erstattet, nachdem auf mehrere schriftliche Aufforderungen hin Kassenbücher und Belege nicht vorgelegt worden waren. Vielmehr seien der Ex-Vorsitzende und die Schatzmeisterin aus dem DRK ausgetreten. Recherchen bei der Bank hätten dann erst ergeben, dass die 145 000 Euro durch zahlreiche Barabhebungen über einen längeren Zeitraum von jeweils zwischen 500 und 1000 Euro fast aufgebraucht seien. Auf die Frage, was denn mit dem Geld geschehen sei, erklärte Verteidiger Nozar gegenüber der SZ: „Dazu sagen wir momentan noch nichts.“ Er werde alle seinem Mandanten zur Verfügung stehenden Unterlagen persönlich zur Staatsanwaltschaft bringen.
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