A6 Metz/Saarbrücken - Kaiserslautern Zwischen AS Saarbrücken-Fechingen und AS Sankt Ingbert-West in beiden Richtungen Vollsperrung Derzeit Rückstau A6 in FR Saarbrücken bis in Höhe AS Rohrbach; auf der A620 in FR A6 Mannheim bis AS Saarbrücken-Gersweiler. Die Polizei bittet den Bereich weiträumig zu umfahren. Die Versorgung im Stau stehender Verkehrsteilnehmer mit Getränken ist gesichert. (15:30)

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Erneut Unwetter im Saarland: Sturzfluten, Wasserblasen, weggespülte Bürgersteige

Im Eppelborner Ortsteil Dirmingen flutete das Wasser einen Parkplatz.

Im Eppelborner Ortsteil Dirmingen flutete das Wasser einen Parkplatz.

Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen – das Unwetter machte auch gestern vor dem Saarland nicht halt. Bis zum Abend meldete die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdient in Saarbrücken zwischen 220 und 300 Einsätze der Rettungskräfte. Laut dem St. Wendeler Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer waren mehr Häuser durch die Fluten betroffen als am vergangenen Wochenende. Besonders betroffen vom Unwetter waren unter anderem Illingen, Marpingen, Friedrichsthal, Sulzbach und Wallerfangen. 30 Fahrzeuge der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) waren allein im Raum Sulzbach unterwegs. Dort drohte der Sulzbach über die Ufer zu treten. Mit 500 Sandsäcken gelang es der Feuerwehr aber bis zum späten Abend, einen Damm zu errichten und das Wasser zurückzuhalten.

 

Dramatisch die Lage auch in Dirmingen: Eine Sturzflut zerstörte die Straßen im Ortskern. Eine Augenzeugin berichtet: „Hier sieht es aus wie im Krieg, da sind keine Bürgersteige mehr.“ Im Rathaus wurde ein Notlagezentrum eingerichtet. Derweil waren auch die Kräfte des THW nahezu pausenlos im Einsatz. In Marpingen-Berschweiler begutachtete ein Statik-Experte des THW die Standsicherheit von Häusern. Nachdem die Leitungen durch Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume blockiert waren, fiel dort zeitweise der Strom aus. Durch die Wasserfluten hatte sich unterirdisch eine Wasserblase gebildet. Ein Hang hinter Wohnhäusern drohte abzurutschen. Ein Geologe riet, die Wasserblase zu öffnen und mit Sandsäcken eine Rinne zu bauen, um das Wasser abfließen zu lassen. In Dirmingen, Sulzbach und Friedrichsthal pumpten THW-Helfer Keller leer und räumten Geröll weg.

 

 

Entwarnung für heute konnte das Hochwassermeldezentrum des Saarlandes nicht geben. Schon am Morgen könne es zu Schauern und Gewittern kommen. Und vor allem am Nachmittag müsse wieder mit starken Gewittern samt Hagel und Starkregen gerechnet werden.  
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