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Ernte: Einbußen im Köllertal nicht ganz so schlimm

Köllertal. Die feuchte Witterung im Winter und der folgende strenge Frost im Februar bereiteten auch den Bauern im Köllertal große Sorgen. Im April und Mai berichtete die Saarbrücker Zeitung über die Befürchtungen der Landwirte Valentin Puhl aus Riegelsberg und Ernst Schäfer aus Obersalbach, dass es wegen des in diesem Jahr spät einsetzenden Frostes zu größeren Ertragseinbußen beim Getreide kommen könnte.

Vorneweg gesagt: Beide kamen mit einem „blauen Auge“ davon. Bauer Schäfer vom Aussiedlerhof in der Hollerbach ist jedenfalls froh darüber, dass seine Mitte April geäußerten Befürchtungen zu Ertragseinbußen nicht in vollem Umfang eingetroffen sind, wenn er kurz und bündig feststellt: „Es hätte schlimmer kommen können.“

Bei der Wintergerste, so seine Bilanz, habe es auf seinen sechs Hektar Anbauflächen Einbußen zwischen 15 und 20 Prozent gegeben. Die nach Süden gelegenen Felder seien weniger betroffen gewesen als diejenigen, die weniger Sonne abbekommen hatten. Schäfer nutzt die Gerste zur Viehfütterung.

Den meisten Schaden hat der Obersalbacher Bauer beim Winterweizen festgestellt. „Auf meiner 18 Hektar großen Anbaufläche musste ich Ertragseinbußen bis zu 20 Prozent hinnehmen – je nach Sorte des Saatgutes und nach Lage des Ackers. Zudem ist die Qualität diesmal auch nicht so hochwertig wie sonst, so dass die Körner wohl eher für Futterweizen verwendet werden.“ Zufrieden ist er dagegen mit dem Ertrag des Hafers, bei dem er auf 15 Hektar Fläche so gut wie keine Ausfälle beklagen musste. Diese Getreidesorte geht an die Nahrungsmittel-Industrie, die unter anderem auch Haferflocken daraus herstellt. Der Silomais steht laut Schäfer kräftig im Wuchs und verspricht einen guten Ertrag. Erntezeit ist ab Mitte September.

Landwirt Puhl aus Riegelsberg hat auf seiner zusammen 150 Hektar großen Anbaufläche für Getreide ein ähnliches Ernteergebnis wie sein Obersalbacher Kollege zu vermelden: „Beim Raps ist meine düstere Prognose vom Mai Gott sei Dank nicht eingetroffen. Der gute Ertrag auf den sonnigen Lagen hat den Ausfall auf den nach Norden liegenden Feldern kompensiert, so dass die Ernte unterm Strich als ‚normal’ bezeichnet werden kann.“

Beim Weizen konnte Puhl jedoch bis zu 25 Prozent weniger ernten als in normalen Jahren. Beim Roggen liegt die Ausfallquote auf seinen Feldern bei 20 Prozent. Puhl berichtet noch von einer Besonderheit: „Wegen der feuchten Witterung konnte ich diesmal erst im August das Gras mähen. Seit ich als Bauer arbeite, habe ich noch nie so spät das Heu eingeholt.“

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