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Ernte um ein Drittel geringer

Nachrichten aus der Region Zweibrücken.

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Battweiler/Hornbach. Fehlende Feuchte in Frühjahr nach den Wintertagen schadete in erheblichem Maße der Frucht, dem Raps oder den Erbsen. Ein Drittel an Einbußen ist dabei noch eine gängige Messzahl. Vielfach aber haben die Landwirte noch höhere Einbußen hinzunehmen, wie bei einer kurzen Befragung verschiedener Bauern in der Zweibrücker Region ergab. Ob es beim Weizen eine Besserung gibt, kann im Augenblick noch niemand sagen. Der allgemeine Tenor ist allerdings, dass wohl ein Drittel weniger geerntet wird von dem, was in den zurückliegenden Jahren „Durchschnittsernte“ war. Ein Drittel weniger Ertrag hat Werner Veith aus Battweiler bei seiner Wintergerste zu verzeichnen. Ganz schlimm sieht es bei ihm mit der Rapsernte aus, der bis zum Mittwoch auf einer Fläche von acht Hektar auf dem Fruchtstengel stand. „Ein Acker war gerade noch in Ordnung, ein Drittel weniger, das müssen wir dieses Jahr in Kauf nehmen. Doch bei schlechteren Böden kommt jetzt noch der „Zwiewuchs“ hinzu“, sagt Veith, und alle übrigen Berufskollegen rund um Zweibrücken bestätigen das. Zwiewuchs bedeutet, dass zwischen der reifen Rapsfrucht jetzt nochmals treibende und blühende Stängel stehen. „Das bringt mehr Feuchte in die Ernste, und genau das mindert nochmals den Ernteertrag.“ Eine Feststellung, die Hofnachbar Wilfried Sewohl voll und ganz teilt. In der Höhenlage sind Ertragseinbußen von 50 Prozent bei der Wintergerste zu verzeichnen, den Raps lässt Sewohl wegen der besagten Be- Der Erntestartschuss ist für dieses Jahr gänzlich unspektakulär gefallen. Grund zur Freude haben die Landwirte wahrlich nicht. Einbußen in erheblichem Umfang sind zu verzeichnen. gleiterscheinung von Zwiewuchs vorerst noch stehen. Die Feuchte fehlte auch beim Erbsenanbau von Jörg Klein aus Winterbach, welche er zur Futterzubereitung im eigenen Betrieb verwendet. Folge: ein Drittel weniger Ertrag als sonst üblich. „Dass die Erträge in der heutigen Zeit noch so gering ausfallen können, hätte ich nicht für möglich gehalten“, beschreibt der Zweibrücker Hartmut Glahn seine gegenwärtige Erntesituation bei der Wintergerste. Von einer Durchschnittsernte früherer Jahre muss Glahn dieses Jahr nochmals die Hälfte abschreiben. Das hinterlasse selbstverständlich Spuren im Betrieb. Der Hornbacher Fritz Kühn hatte keine Wintergerste draußen. Dafür acht Hektar Raps und die Zwiewüchsigkeit bereitete auch diese Woche Probleme bei der Ernte. „Das Grün bringt Feuchte – und die soll nicht sein.“ Bernhard Krippleben aus Mauschbach hilft derzeit beim dort ansässigen Lohnunternehmen Lauer als Fahrer aus und steuert in der Freizeit den größten Mähdrescher, der von der Zweibrücker Produktionsstraße bei John Deere läuft. „Da kommt man im Augenblick innerlich ins Schwitzen. Gut, dass wir eine so große Siebfläche haben, selbst wenn wir damit das Grünzeug nicht rausbekommen. Sonst wäre der Ertrag noch schlechter.“
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