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Erschwindelte Saarbrücker Arzt 340.000 Euro?

Saarbrücken. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat einen heute 72-jährigen, früheren Internisten aus Saarbrücken vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Saarbrücken angeklagt. Dem Angeschuldigten, der im Tatzeitraum eine internistische Praxis in Saarbrücken betrieb, werden verschiedene Delikte zur Last gelegt:

Von 2002 bis 2006 soll er durch betrügerische Falschabrechnungen zum Nachteil der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes insgesamt ca. 320.000 Euro erlangt haben. Die abgerechneten Leistungen wurden dabei entweder gar nicht oder nicht vollständig erbracht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann gewerbsmäßigen Betrug in insgesamt 14 Fällen vor.

Außerdem soll der Beschuldigte in 551 Fällen durch Veruntreuungen einem Gesamtschaden von knapp 22.000 Euro zum Nachteil der Krankenkassen angerichtet haben. Sogenannte  „Luftrezepte“, deren Inhalt keinem Patienten tatsächlich verordnet worden war, waren angeblich an einen Saarbrücker Apotheker übergeben worden. Dieser soll die Scheinrezepte dann bei den Krankenkassen abgerechnet haben. Im Gegenzug lieferte der Apotheker dem Angklagten nicht erstattungsfähigen Praxisbedarf und anderweitige Medikamente. Der Apotheker wurde wegen seiner Tatbeteiligung bereits rechtskräftig verurteilt.

In weiteren sechs Fälle des gewerbsmäßigen Betruges soll der Angeschuldigte von seiner eigenen Krankentagegeldversicherung über 38.000 Euro zu Unrecht erlangt haben, indem er sich von einem Kollegen wahrheitswidrig arbeitsunfähig krank schreiben ließ. Teilweise befand sich der Angeschuldigte zu den fraglichen Zeiten jedoch in Urlaub. Der bisher nicht vorbestrafte Angeschuldigte befindet sich auf freiem Fuß und hat die Tatvorwürfe größtenteils eingeräumt.

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