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Erste Deutsche Drachenboot-Meisterschaft in Saarbrücken

Keine reine Fun-Sportart mehr: Die erste Deutsche Drachenboot-Meisterschaft in Saarbrücken war dafür ein weiteres Zeichen.

Keine reine Fun-Sportart mehr: Die erste Deutsche Drachenboot-Meisterschaft in Saarbrücken war dafür ein weiteres Zeichen.

Saarbrücken. Schon von Weitem sind am Samstag die Trommelschläge zu hören. Monoton, aber druckvoll schallen sie über die Saar und werden – über den Lärm der Autos hinweg – von den Beton-Wänden der Saarbrücker Stadtautobahn zurückgeworfen. Wer näher kommt und über die Brüstung der Mauer am Staatstheater blickt, sieht, woher die Klänge kommen. Auf den Saarwiesen tummeln sich gut 200 Menschen. Zelte und ein paar Stände sind aufgebaut und auf dem Wasser dann die Quelle der Klänge: Drachenboote. Vorne im Boot ein Trommler, vor ihm 20 Männer und Frauen, die ihre Paddel im Takt ins Wasser stoßen. Mittlerweile ist das ein vertrautes Bild an der Saar: Der Viertelmarathon, den der Saarbrücker Kanu-Club (SKC) hier veranstaltet, ist schon in seiner dritten Auflage.

„Es ist mittlerweile eine sehr starke Sportart geworden“

Und doch kommt etwas Neues hinzu: Denn nach dem Viertelmarathon findet die offene Deutsche Meisterschaft statt. Was in anderen Disziplinen zum Alltag gehört, ist für die Drachenboote eine Premiere. „Es ist mittlerweile eine sehr starke Sportart geworden“, bestätigt Gerd Scheuren, der zweite Vorsitzende des SKC. Genau da liegt auch die Veränderung. Lange wurden die Drachenboote von den alteingesessenen Disziplinen mal belustigt, mal verärgert wahrgenommen – als ein netter Spaß, nicht mehr und nicht weniger. „Es war eine Fun- und Firmen-Sportart. So war es konzipiert“, sagt Scheuren. Irgendwo zwischen einer Maßnahme, die den Teamgeist fördert, und Gaudi. Doch mit steigenden Teilnehmerzahlen kam auch der verstärkte Wettkampf, die Qualität der Fahrer wuchs.



„Ich denke, dass Kanu und Drachenboot gut parallel nebeneinander passen“, sagt Claudia Röder vom SKC. Dass das Interesse an einer Meisterschaft besteht, zeigt ein Blick auf die Teilnehmerliste. Sieben Mannschaften aus ganz Deutschland, sogar aus Rostock sind gekommen. Dazu kommen 15 Firmen-Teams im offenen Teil. „Es ist auf jeden Fall ein Zeichen der Versportlichung beim Drachenboot“, sagt Torsten Koppe vom Dragon Club Rostock.

„Mittlerweile hat jeder Kanu-Club an der Saar Drachenboote“

Der Sieg geht am Ende an Drag Attack, die Drachenboot-Abteilung des VfK Wuppertal. Das einzige Saar-Team, das KCV Mixed Team aus Völklingen, wird Sechster. Auch im Saarland steigt die Qualität rapide. „Mittlerweile hat jeder Kanu-Club an der Saar Drachenboote“, sagt Scheuren. Der Sport beginnt, den spaßbetonten Kinderschuhen zu entwachsen und sich einen Platz unter den arrivierten Kanu-Disziplinen zu erkämpfen.

Auf einen Blick

Drachenboot-Viertelmarathon: Damen: 1. RG Saar, Zeit: 1:00:06; Viertelmarathon: 1. Trewa Extreme, 49:54 Minuten, 2. KWS Drag Team, 52:15, 3. Evonik Flying Energy, 52:54.

Deutsche Meisterschaft Viertelmarathon: 1. Drag Attack 48:11, 2. Neckardrachen, 48:12, 3. Reingauner 49:37,..., 6. KCV Mixed Team 51:39. jbö

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