A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarlouis-Mitte Baustelle, Ausfahrt gesperrt bis 22.12.2017 16:00 Uhr (13.11.2017, 11:43)

A620

Priorität: Dringend

1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Erste Runde im Dichterwettstreit: Saarbrücker Hörsaal-Slam an der Saar-Uni

Wesley Weikel, Sven Hensel und Kathi Hopf (von links) konkurrierten beim 1. Saarbrücker Hörsaal-Slam in Sachen Reimkunst. Foto: UDS/Deny</p>

Wesley Weikel, Sven Hensel und Kathi Hopf (von links) konkurrierten beim 1. Saarbrücker Hörsaal-Slam in Sachen Reimkunst. Foto: UDS/Deny

Saarbrücken. Der Saarbrücker Günter-Hotz-Hörsaal war bis auf die letzte Reihen ausgefüllt: Rund 400 Besucher fanden sich vergangene Woche zum 1. Saarbrücker Hörsaal-Slam zusammen.

Bei einem sogenannten Poetry Slam stehen sich Nachwuchsdichter in einem Wettstreit gegenüber und rezitieren innerhalb kürzester Zeit ihre selbstverfassten Texte. Dabei zählt neben dem Inhalt vor allem die Art des Vortrags: Es darf geschrien oder geflüstert werden, nur musikalische Begleitung ist verboten.

Insgesamt sechs Studenten traten bei der Premiere des universitären Dichterwettstreits gegeneinander an, darunter regionale wie überregionale Teilnehmer. Mit dem texanischen Austauschstudenten Wesley Weikel erfreute sich die Veranstaltung auch internationaler Beteiligung.

Jeweils sieben Minuten lang trugen die Teilnehmer ihre literarisch-poetischen Werke vor, übten mittels ausgefeilter Rhetorik scharfe Kritik an der aktuellen politischen Situation, wie etwa dem Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen, ließen sich über Fremdenhass, Homophobie und Intoleranz aus – oder sie karikierten sich selbst.

Als Jury fungierte das Publikum, das hauptsächlich aus Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen bestand. Mit Hilfe von Punketafeln bewerteten sie die Teilnehmer nach ihrer Darbietung und kürten schließlich den 21-jährigen Bochumer Sven Hensel zum Gewinner des Wettbewerbs kürte.

Mit einer solchen Resonanz haben die Mitglieder der Fachschaft Historisch orientierte Kulturwissenschaft (HOK), die das Projekt in Kooperation mit dem Asta der Saar-Universität initiierten, nicht gerechnet: „Der Ansturm auf die Tickets war dermaßen groß, dass wir kurz vor der Veranstaltung sogar auf eine andere Räumlichkeit ausweichen mussten“, berichtet HOK-Studentin Anne Deny. Das Format soll künftig fest in den Studiengang integriert werden. Eine Fortsetzung im kommenden Semester sei bereits in Planung.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein