A6 Metz/Saarbrücken Richtung Kaiserslautern AS Rohrbach Bauarbeiten, Ausfahrt gesperrt, Einfahrt gesperrt bis 16.10.2017 06:00 Uhr (18.09.2017, 06:59)

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Erste Saarbahn erreicht Heusweiler

Saarbahn (Symbolbild)

Saarbahn (Symbolbild)

Heusweiler. Das ganze letzte Jahr über bestimmten Handwerker und Monteure in orangefarbenen Sicherheitswesten sowie schweres Arbeitsgerät das Bild an der Köllertaler Saarbahn-Baustelle. Seit Ende Dezember ist es jedoch vorbei mit dem Treiben auf und neben den Schienen. Nur noch vereinzelte Monteure arbeiten an den Oberleitungen, den Signalen und Weichen. Ihre Aufgabe ist es, die Anlagen an das Heusweiler Unterwerk anzuschließen. Außerdem beheben sie noch Mängel, die von Prüfern festgestellt wurden. So müssen unter anderem die Gleise an einigen Stellen in der Höhe neu gerichtet werden, weil die Toleranzwerte überschritten wurden.

Diplom-Ingenieur Daniel Bürtel von der Saarbahn-Projektsteuerung erläutert die Arbeiten: „Die Köllertalstrecke wird nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) und nicht wie die vorhergehenden Teilstrecken nach der Bauordnung ‚Straßenbahn’ erbaut. Das Abnahmeverfahren durch die unabhängigen Prüfer ist daher sehr zeitaufwendig. Ohne das grüne Licht durch die Prüfer dürfen aber keine Probefahrten stattfinden.“ Parallel zu den Prüfungen und der Mängelbehebung werden die Stromversorgung aus dem Energis-Leitungsnetz für das Unterwerk installiert und die Verbindung von hier zum Leitstand der Saarbahn-Zentrale in Saarbrücken eingerichtet. Diese Arbeiten im Rahmen des letzten Gewerks vor der endgültigen Fertigstellung werden von den Passanten und den vielen aufmerksamen Beobachtern an der Strecke allerdings kaum wahrgenommen. Die Elektro-Installation macht das Spiesen-Elversberger Unternehmen EMI. Projektleiter Arno Ney schildert die Aufgaben seiner Firma: „Wir sind unter anderem für die Stromversorgung der Saarbahn-Einrichtungen wie zum Beispiel der Bahnsteigsbeleuchtung, der Ausweisautomaten oder auch der Fahrgastinfo-Tafeln zuständig.“

Nach Auskunft von Saarbahn-Projektleiter Bürtel schlägt die Einrichtung der Technik samt Anbindung an die Leitstelle mit 1,5 Millionen Euro zu Buche. Zu den Gesamtkosten erklärt er: „Bislang können wir den Rahmen von 16 Millionen Euro für den Streckenabschnitt einhalten. Rund sechs Millionen wurden von den Firmen Balfour Beatty (früher Schreck-Mieves), Depenbrock und Gleisbau Maas verbaut. Die Gewerke, wie zum Beispiel die vier Brücken, das Unterwerk oder auch die betriebstechnische Ausrüstung kosten zusammen zehn Millionen Euro.“ In den Gesamtkosten sind auch die Ausgaben für einen Wachdienst enthalten, der beauftragt wurde, einen weiteren Kabeldiebstahl zu unterbinden. Die Projektsteuerung hofft, dass die ersten Probefahrten Ende nächsten Monats, also drei Wochen später als geplant, stattfinden können. Hierfür müssen aber alle von den Prüfern erkannten Mängel beseitigt und die Netzleit- und Nachrichtentechnik installiert sein. Und: Das Wetter darf nicht mit weiteren Kapriolen dazwischenfunken.

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