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Erstes Schüler-Labor in St. Ingbert geplant

St. Ingbert. Sie feuern an und fackeln ab, sie mischen, messen und beobachten, sie konstruieren, rechnen und präsentieren ihre Ergebnisse: Eine halbe Million Schüler jährlich schlüpfen bundesweit in Kittel und Schutzbrille und werden so zu Nachwuchsforschern auf Zeit. Und zwar in sogenannten Schülerlaboren. Etwa 300 solche Einrichtungen gibt es in Deutschland. Ihre zentrale Aufgabe ist es: Das Image ungeliebter Disziplinen wie Mathe und Physik bei Jugendlichen aufzumöbeln. Auch in St. Ingbert soll das künftig passieren. Im ehemaligen Laborgebäude auf der Alten Schmelz werde ein eigenes Forschungs- und Technikzentrum für den Wissenschaftler-Nachwuchs einziehen. Das sagen St. Ingberts OB Georg Jung und Rolf Hempelmann, Professor für physikalische Chemie an an der Saar-Universität. Beide unterzeichneten vor wenigen Tagen eine gemeinsame Absichtserklärung, ein solches Lernzentrum im leer stehenden Labor auf der Schmelz einzurichten. Etliche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Träger (siehe Info) haben bereits ihre Unterstützung angekündigt.

„Junge Menschen müssen sich entwickeln können“, meint Jung. Deshalb sollen die Planungen auch nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern schon „in Kürze“ beginnen. Was genau zu tun ist, weiß die Saar-Uni genau, betreut sie allein sieben Mitmach-Labore auf ihrem Campus. Für das Forschungszentrum der Mittelstadt haben Jung und Hempelmann ein ganz bestimmtes Klientel im Visier: Es ginge um diejenigen, „die es in Forschung und Technik drängt“, sagt das St. Ingberter Stadtoberhaupt. Und nicht irgendwelche Disziplinen sollen gefördert werden, sondern die Mint-Fächer, wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auf Uni-Deutsch korrekt heißen.

Warum die Initiatoren gerade diese Fächer im Blick haben, ist nachvollziehbar. Mint-Absolventen sind weltweit gefragt. Allein die deutsche Wirtschaft sucht jährlich händeringend mehr als 100?000 Naturwissenschaftler und Techniker. Sie findet sie aber nicht. Denn es gibt einfach zu wenige. Doch so muss es nicht bleiben. Hempelmann ist überzeugt: „Die meisten Kinder sind von Naturphänomenen gefesselt und haben einen ungebremsten Forscherdrang.“ Diese Begeisterung gelte es aufrecht zu erhalten und durch eine systematische Förderung auszubauen. Am besten in Schülerlaboren.

Auf einen Blick

An der Initiative Schülerforschungs- und -technikzentrum Alte Schmelz St. Ingbert sind als Kommunen der Saarpfalzkreis und die Stadt St. Ingbert beteiligt, als Bildungseinrichtungen die Uni und das Festo Lernzentrum, als Forschungsinstitut das IBMT, als Firmen bisher die Saarstahl AG, die Wolfgang Preinfalk GmbH, die Votronic Technologies GmbH und die Nanogate AG und als zivilgesellschaftlicher Akteur die „Initiative Alte Schmelz e.V.“. Inzwischen haben diese Parteien dazu einen „Letter-of-Intent“ unterzeichnet, auch der Unipräsident. red

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