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Erstmals echter Saarländer an Spitze der Saarlandbrigade

Saarlouis. Zwei seiner Kompanien sind derzeit in Afghanistan im Einsatz, während die öffentliche Diskussion um diesen Einsatz brodelt: Aber der neue Kommandeur der Saarlandbrigade, Oberst Eberhard Zorn, setzt nicht das erwartete besorgte Gesicht auf. „Wir haben uns als Soldaten doch eine breite gesellschaftliche Diskussion gewünscht, und genau die ist jetzt in vollem Gange.“ Eine „durchaus sachliche“. Jüngste kritische Äußerungen der evangelischen Bischöfin Margot Käßmann bezeichnet er als „vielleicht überzogen formuliert, aber das regt die Diskussion an.“

Zorn, 49, ist sich voll bewusst, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist, über deren Einsatz der Bundestag entscheidet. Die Bundeswehr sei durch die politische Debatte über den Afghanistan-Einsatz nicht beschädigt worden. Wir, sagt er und meint die Truppe, „halten die Debatte ganz sicher aus“. Insgesamt habe die Bundeswehr heute einen guten Rückhalt in der Bevölkerung. Zorn weiß aber auch: „Irgendwann, bald, brauchen die Soldaten im Einsatz ein klares Lagebild. Das Mandat selbst, also der Auftrag, steht ja. Aber sie brauchen den Rückhalt und brauchen Klarheit in juristischen Fragen.“

Mit Oberst Eberhard Zorn hat die Saarlandbrigade erstmals einen echten Saarländer als Kommandeur. Er stammt wie seine Frau aus Saarbrücken. Beruflich aber ist Saarlouis, der Stab der Brigade, seine erste militärische Verwendung im Saarland. „Ein echter Treffer“, freut sich der gelernte Artillerist. Immerhin, sein Schulfranzösisch bahnte ihm nach der deutschen auch den Weg zur französischen Generalstabsausbildung.

Am heutigen Donnerstag übernimmt er in Saarlouis mit einem öffentlichen militärischen Zeremoniell das Kommando von General Volker Bescht.

Zorn war seit 1997, mit einer Unterbrechung als Kommandeur eines Artilleriebataillons in Immendingen, im Heeresführungskommando in Koblenz, als Personalreferent im Verteidigungsministerium und als Referatsleiter beim Führungsstab des Heeres im Verteidigungsministerium in Bonn eingesetzt. Er weiß von dort her, wie Einsätze vorbereitet werden. Weitere Erfahrung, auch in der deutsch-französischen Brigade, bringt er aus zwei Einsätzen in Ex-Jugoslawien mit.

Jetzt kommandiert er einen Fallschirmjäger-Verband. Den Fallschirmspringerlehrgang hat er 1981 im Studium gemacht und jetzt wieder aufgefrischt. Schließlich springt er im Einsatzfall als Erster aus der Maschine.

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