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Erzrock-Festival steigt 2014 in Dillingen statt in Völklingen

Lichteffekte zur Musik - Szene vom Auftritt des Pink-Floyd-Projects beim Erzrock 2012. Damals war
die Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte der Festival-Ort. 2013 mussten die Erzrocker
dann kurzfristig umplanen und in der Erzhalle spielen.

Lichteffekte zur Musik - Szene vom Auftritt des Pink-Floyd-Projects beim Erzrock 2012. Damals war die Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte der Festival-Ort. 2013 mussten die Erzrocker dann kurzfristig umplanen und in der Erzhalle spielen.

Plakate verkünden es den Rock-Fans schon seit einigen Tagen: Es ist mal wieder Zeit, mit dem Erzrockfestival in die kultige Musikwelt vergangener Dekaden abzutauchen. Und zwar am Freitag, 23. Mai – allerdings nicht im Bereich des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, sondern außerhalb der Völklinger Stadtgrenzen, im Dillinger Lokschuppen. Jürgen Thiel, Mit-Organisator der Reihe und Gitarrist des Pink-Floyd-Projects, das dieses Mal mit der Marburger Band Purple den Erzrock bestreiten wird, erklärt, wie es zu dem Umzug gekommen ist.

Dazu erinnert er an das Festival im Spätherbst 2013. Damals musste er samt Publikum und Bands innerhalb einer Woche umplanen. Die Völklinger Weltkulturerbe-Leitung hatte kurzfristig die Gebläsehalle, in der der Erzrock über Jahre heimisch gewesen war, wegen der „Generation Pop“-Ausstellung als für Konzerte dieser Art ungeeignet eingestuft. Und das ausgerechnet, als das Pink- Floyd-Project sein zehnjähriges Bestehen feiern wollte (wir berichteten). Trotz des eiligen Umzuges in die Erzhalle waren den Erzrock-Machern begeisternde Konzerte gelungen. „Es war aber schon klar, dass das keine Dauerlösung sein konnte“, sagt Thiel. Das Problem: Die Erzhalle ist zu niedrig, die Bühne dort war kaum mehr als ein Podest. Jedoch setzen die Musiker des Pink-Floyd-Projects wie ihre Vorbilder auf Lichtinstallationen und Video- Einspielungen. Um ihre große runde Leinwand in der Erzhalle zu positionieren, mussten Thiel und Co. improvisieren.

Die Suche nach Alternativen führte sie dann nach Dillingen. Dort, sagt Thiel, sei wie in Völklingen die Verbindung zur Stahl-Industrie und damit zum Erz als Namensgeber des Festivals gegeben. „Und man hat uns dort mit offenen Armen empfangen.“ In Völklingen hingegen habe es bei der Zusammenarbeit mit den Partnern geknirscht. Ursprünglich hatten die Erzrocker im Sommer drei Tage lang open-air auf dem Erzplatz rocken wollen. Thiels Mitstreiter Jürgen Heisel hatte Ende Januar den entsprechenden Antrag beim städtischen Grundstücks- und Gebäudemanagement (GGM) eingereicht, das leitete den Antrag ans Weltkulturerbe weiter. Just an zweien der ins Auge gefassten Termine eröffnet das Weltkulturerbe allerdings Ausstellungen zu Ägypten und der Röchling- Familie – Erzrock also nicht möglich.

Von einem weiteren (Ausweich-) Termin, den Thiel der SZ nannte, wisse man im Weltkulturerbe nichts, sagte Syndikus Manfred Baldauf auf SZAnfrage. Thiel hingegen erklärt, zu diesem Termin hätten die Erzrock-Macher keine Antwort erhalten, also hätten sie das Festival abgesagt. Ein Kommunikationsproblem? Gerade dieser dritte Termin wäre nach Baldaufs Auskunft noch frei gewesen. Baldauf betont: „Wir haben nichts gegen den Erzrock.“

Auch Thiel will Völklingen noch nicht abschreiben: „Vielleicht spielen wir auch hier wieder ein Festival.“

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