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„Es Hilde“ ist jetzt wieder Pfälzerin

Kabarettistin Alice Hoffmann ist nach Mainz umgezogen.

Kabarettistin Alice Hoffmann ist nach Mainz umgezogen.

Seit sie in den 1990ern die Rolle der Hilde in der ARD-Serie „Familie Heinz Becker“ gespielt hat, gilt Alice Hoffmann für viele als Parade-Saarländerin. Und das, obwohl die 1951 geborene Koblenzerin erst mit 14 Jahren in die Region kam. Doch im Mai ist die Schauspielerin nach Mainz umgezogen: „Die Veranstaltungen sind so dünn gesät, dass man im Saarland als freier Kabarettist nicht leben kann“, begründet Hoffmann im SZ-Gespräch diesen Entschluss. Bereits seit Jahren habe sie ihre meisten Engagements außerhalb des Saarlandes: „Ich hatte die ewige Fahrerei und das ständige Im-Hotel-Wohnen einfach satt“.

In ihrem neuen Wohnort wird gerade die Sendung „Schreinerei Fleischmann“ aufgezeichnet, die jeden Dienstag um 23 Uhr im SWR Fernsehen läuft. Im Kabarett „Unterhaus“ ist sie ab 28. September wieder in dem Stück „Gerda & Walter“ zu sehen: „Das hat fast Familie-Becker-Qualität und handelt von einem alten Ehepaar, das sich ständig streitet“, erklärt sie. Zudem bereitet die Schauspielerin in Mainz gerade die Produktion „Liebe deinen Nächsten, der Übernächste will dich vielleicht nicht“ vor, mit der sie ab 19. September auf Tour geht. Für Hoffmann alles Stücke, die auch im Saarland laufen könnten. „Aber es ist traurig, dass hier die Kulturämter und Veranstalter nicht auf die Idee kommen, mal anzufragen“, bedauert sie. Zumal gerade die drei ausverkauften Shows ihres gemeinsamen Programms „Die ään un das anner“ mit Bettina Koch in der Congresshalle Saarbrücken bewiesen hätten, dass die Leute „Hilde“ hier wollten: „Eigentlich liebe ich das Saarland – und weiß, dass die Leute mich auch lieben“, sagt sie. Und: „Das ist doch meine Heimat, hier leben meine Freunde“.

In Saarbrücken-Brebach hatte Hoffmann ein Haus mit Garten und Proberaum angemietet und sich damit einen Traum erfüllt. Doch nun soll das Gebäude verkauft werden. „Ich bin ein sehr offener, geselliger Mensch. Bei mir kann man zu jeder Zeit die Tür reinspazieren und einen Kaffee bekommen“, überlegt sie, welche Eigenarten sie mit dem Saarland verbinden. Von ihrer Mutter, die in Frankreich aufgewachsen ist, habe sie zudem die Savoir-Vivre- und Laisser-faire-Mentalität geerbt. Bevor sie mit ihren Eltern als Kind in die Kölner Gegend zog, hat sie schon mal in Mainz gewohnt. In Koblenz sei sie dagegen nur geboren worden, sagt sie: „Meine Eltern sind dort extra hingefahren, weil sie wollten, dass ihr erster Sohn hier zur Welt kommt – das war dann ich“, ergänzt sie grinsend.

Eine Tür zum Saarland will sich Hoffmann dennoch offen halten: „Ich lebe de facto in Mainz, aber ich habe noch eine Ein-Zimmer-Wohnung in Saarbrücken“, sagt sie. Hier sei sie sogar noch mit ihrem ersten Wohnsitz gemeldet. Nun möchte sie abwarten, wie sich ihre Auftragslage „dehemm“ – also im Saarland – entwickelt.

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