A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis AS Neunkirchen-Oberstadt gefährliche Situation in der Ausfahrt, Unfall, Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (16:30)

A8

Priorität: Sehr dringend

3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Es tut sich was an der alten Saarbrücker Post

Die alte Saarbrücker Post steht seit über 15 Jahren leer

Die alte Saarbrücker Post steht seit über 15 Jahren leer

St. Johann. Die Fenster sind reihenweise herausgebrochen, überall liegen Müll und Scherben herum. Die Wände sind mit Schmierereien übersät. Die alte Post in der Trierer Straße ist total heruntergekommen. Seit 15 Jahren stehe das Gebäude leer, sagt Patrick Müller, Geschäftsführer der Objektgesellschaft der Munitor AG, gestern an einem eiskalten Morgen. „Die Einbrecher haben hier sogar die Postfachanlage geklaut.“ Trotzdem ist Müller von der alten Post beeindruckt: „Die Bausubstanz ist hervorragend.“ Doch bevor er weiterreden kann, kommt ihm ein Obdachloser entgegen, der regelmäßig hier übernachtet. Er fragt Müller, was der denn hier wolle. Und der Mann staunt nicht schlecht, als Müller ihm mitteilt, dass er der neue Hauseigentümer ist.



Die Munitor AG, ein Familienunternehmen mit Sitz an der Christkönigkirche in Saarbrücken, habe das Gebäude von der Deutschen Post AG und einem Fonds gekauft, sagt Müller. Sein Unternehmen sei bundesweit tätig und habe Erfahrung mit Gewerbe-Immobilien. Über den Kaufpreis schweigt er und lobt lieber den guten Standort in der Nähe des Hauptbahnhofs und der Europa-Galerie. Müller will nach eigenen Angaben 40 Millionen Euro investieren. Schicke Büros sollen auf 10 000 Quadratmetern in der alten Post entstehen. Direkt daneben will er ein weiteres, gleich großes Gebäude in Richtung Ludwigskreisel bauen. 210 Parkplätze seien auf dem Hof geplant. Und wann soll's losgehen? Müller: „Sobald 60 Prozent der Fläche vermietet sind.“ Dann würden auch die Banken mitziehen.

Er glaubt an die Zukunft der alten Post. Viele Büros in Saarbrücken seien in den 60er Jahren gebaut worden und veraltet. Er werde moderne Büros bauen, die sogar die Energievorschriften für 2012 überschritten und ökologische Baustoffe verwenden. Dadurch könnten künftige Mieter ihre Energiekosten senken. Ob die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen, ist zurzeit noch fraglich, sagt Müller. Er will Büroflächen ab 500 Quadratmetern anbieten und suche jetzt einen „Hauptmieter“. Das könne zum Beispiel ein Callcenter sein. Aber auch die Landesregierung oder die Stadt Saarbrücken bräuchten moderne Büros, glaubt der Investor.

Er lobt die Zusammenarbeit mit Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer und dem Denkmalschutz. Vor dessen Auflagen hat Müller keine Angst. So müssten zum Beispiel die kleinteiligen Fenster erhalten werden. Kein Problem, sagt er. Denn Müller ist überzeugt, dass sein Geld hier gut angelegt ist.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein