L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Europa-Galerie: Für die Eröffnung wird schwer geschuftet

Saarbrücken. Allein 36 Lkw passieren die Einfahrt zur Europa Galerie, wo Martin Faust dafür zuständig ist, dass jedes Fahrzeug, das hinein fahren darf, auch reinkommt, ohne dabei ein riesiges Verkehrchaos zu verursachen. Doch da sind nicht nur die Lkw. Es kommen noch die kleineren Transporter dazu. Etwa 90 Fahrzeuge fahren dann täglich auf das Baustellengelände und wieder herunter. „Die kleineren Fahrzeuge zähl ich schon gar nicht mehr“, sagt Faust. Diese tägliche Schwemme an Fahrzeugen lässt nur erahnen, was sich im Inneren der Europa-Galerie abspielt. Das Innenleben des Gebäudes war bisher den Bürgerinnen und Bürgern verborgen geblieben. Doch wie sieht es mittlerweile dort aus? 400 Baustellenarbeiter tummeln sich auf mehr als 25.000 Quadratmetern. Dort installieren Elektriker die neuen Strahler für den Eingangsbereich, Fliesenleger setzen die Natursteinplatten auf den Fließenmörtel, während die Trockenbauer dazwischen mit Gipsplatten vorbeilaufen. Es sieht aus wie in einem Ameisenhaufen. Doch von Hektik ist hier nichts zu merken. Alle sind sehr koordiniert bei der Arbeit und wissen, was zu tun ist. Ein bisschen Zeitdruck darf dabei natürlich nicht fehlen. Am 21. Oktober wird die Europa-Galerie offiziell eröffnet. „Wir erwarten 70.000 Besucher am Eröffnungstag“, sagt Center Managerin Isabel Wagner. Doch schaffen es die Arbeiter bis dahin, alles fertig zu kriegen? „Sie müssen es schaffen. Wenn die ersten Besucher vorne reinkommen, verlassen hinten die letzten Bauarbeiter das Gebäude“, sagt Center Manager Serge Micarelli. Alle 110 Geschäftsräume seien schon vermietet. Die große Flut an Lieferfahrzeugen und Arbeitern hänge auch mit den Mietern zusammen. Fast jeder Laden schickt seine eigenen Handwerker, da jedes Geschäft individuell eingerichtet wird. Entgegen der Befürchtungen bleibt aber der Charme der ehemaligen Bergwerksdirektion erhalten. So wurde die alte Gußeisentreppe, die einzigartig in Europa ist, aufwändig restauriert. Dort, wo sich in Zukunft ein Lesecafé der neuen Thalia Buchhandlung befinden wird, kann der original Fußboden, der 1877 von Villeroy&Boch-Mitarbeitern verlegt worden ist, betreten werden. Auch die alten Türen mit den Ornamenten wurden restauriert. Der dreieckige Innenhof, wo früher Fahrzeuge der Bergwerksdirektion parkten, wird durch eine riesige Kunststoffglasfläche überdacht. 35 Meter misst sie an der breitesten Stelle. Die Maler sind gerade dabei, die ursprüngliche Farbe der Bergwerksdirektion auf die Wände zu bringen. „Im Laufe der Jahrzehnte ist diese Farbe verblasst und durch Feinstaub in der Luft grau geworden“, erklärt Serge Micarelli. Auch der modernere Teil der ehemaligen Saar Galerie wurde dem Stil der Berwerksdirektion mit Wandfarben und Mustern angepasst. Die Verbindung zur alten Bergwerksdirektion schlägt eine Rampe mit sechs Prozent Steigung. Serge Micarelli erklärt wieso: „Das Gebäude der ehemaligen Berwerksdirektion liegt etwas höher. Wir haben deshalb einen barrierefreien Übergang zu dem alten Gebäude geschaffen. In drei Wochen soll dann endlich Schluss sein mit dem Baulärm, dem Staub und den Lieferfahrzeugen. 24.000 Besucher erwarten die Center Manager täglich in dem neuen Konsumtempel.






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