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Europa-Galerie eröffnet am Donnerstag

70.000 Erstkunden werdem am 21. Oktober in der Europa-Galerie erwartet.

70.000 Erstkunden werdem am 21. Oktober in der Europa-Galerie erwartet.

Kalt, grau, nass. Scheußliches Wetter. Wie bestellt für die Eröffnung einer überdachten Einkaufsmeile. Nichts wie rein in die neue gute Stube Saarbrückens am Hauptbahnhof. 20 Grad, sanfte Helligkeit, Mantel aus, Frühlingsgefühle, wunderbar. Obwohl letztere gar nicht intendiert sind. Die ausgeklügelte Innenbeleuchtung soll die äußeren Lichtverhältnisse imitieren, sagt Center-Manager Serge Micarelli. Es ist dies eine der von ihm gepriesenen Finessen seiner Europa-Galerie. Die Hamburger ECE Projektmanagement Gesellschaft hat sie für den Investor Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft gebaut. Kosten: 170 Millionen Euro. Die ECE betreibt bereits das Saarpark-Center in Neunkirchen, wo Micarelli vier Jahre lang Chef war. Womöglich kommt in Homburg ein weiteres Center hinzu. Konkurrenz? „Ich wäre hier falsch am Platz, wenn ich Neunkirchen in Ruhe ließe“, sagt Micarelli. Er wird nicht müde zu behaupten, was Experten, etwa die Diplom-Ökonomin Monika Walther (Hamburg), bestreiten: E-Center wirkten wie ein Vitalisierungsschub, lenkten mehr Kunden in die Innenstädte, steigerten die Wettbewerbs-Anstrengungen des ansässigen Einzelhandels. Der gibt sich in Saarbrücken mittlerweile kampfstark, spricht von einem überholten Kaufhaus-Konzept der ECE. Doch es liegt auf der Hand, dass die Bahnhofstraße mittelfristig weitere Leerstände wird verkraften müssen, selbst wenn Unternehmen wie Deichmann, WMF, Christ oder Pimkie, die einen Zweitstandort in der Galerie einrichten, nach Recherchen der Saarbrücker Zeitung aktuell keine Schließungen planen. So lange nicht, wie ihre alten Mietverträge sie binden?

Micarelli hat jedenfalls einige seiner Neunkircher Händler für Saarbrücken begeistert, ist stolz auf „regionale Perlen“ wie beispielsweise den Club- und Streetwear-Anbieter Hippodrome, „zwei Jungs aus St. Wendel, Trendsetter. Von wegen nur seelenlose Filialisten, ich kenne hier fast alle persönlich.“ Tatsächlich schüttelt Micarelli beim Rundgang gestern Morgen unzählige Hände und hört sich Komplimente an. Wie die der Bäckerei-Inhaberin Kathrin Kohl (Baumholder). Micarelli habe sie von einer Neuheit, einer Nespresso-Bar für Saarbrücken, überzeugt: „Wir haben uns in ganz Deutschland Center angeschaut, und wir glauben an diesen Standort. Die Verbindung von Alt und Neu imponiert mir.“ Ähnlich äußert sich Iris Schneider-Felske. Mit ihrer Deko-Artikel-Boutique „Papillon“ war sie bereits in der alten, 2008 geschlossenen ECE-Saar-Galerie vertreten: „Jetzt ist alles so viel schöner geworden. Wir hatten nie Zweifel daran. Und die Leute, die skeptisch waren, werden einen Aha-Effekt erleben, sie werden begeistert sein.“

Das ist nicht selbstverständlich bei einer derart komplexen Bauaufgabe. Es ging um Erweiterung, Neustrukturierung, Denkmalschutz. Die frühere Saar-Galerie – von der Bevölkerung nie wirklich angenommen – wurde mit der denkmalgeschützten Bergwerksdirektion verschmolzen. Einer der Innenstadt-Knotenpunkte verwandelte sich über Jahre in ein Bauzaun-bewehrtes Trümmerfeld. Zutritt nur über einen Container mit Einlass-Ausweis. Diese Schleuse war gestern nicht mehr zu halten. Über 700 Menschen – Mieter, Verkäuferinnen, Handwerker von über 70 Firmen – drängten in den Bau, samt Kisten und Kasten. Die einen putzten schon, die anderen pinselten noch. Der Eingang eine Ameisenstraße. Markus Feuerstein vom Center-Sicherheitsdienst hat sich dort seit sechs Uhr früh postiert, fängt immer mehr Schaulustige ab. Wer keine Bauschuhe trägt, ist verdächtig. „Kontrolliertes Chaos“, meint Micarelli dazu gut gelaunt. Zusätzlich zum Abschluss-Sprint managt er die Aufbauten für den VIP-Empfang am heutigen Mittwochabend. 900 Gäste wollen beeindruckt sein. Morgen sollen 70 000 folgen.

Was erwartet sie? Ein massentaugliches Warenangebot mit jungem Touch, das gar nicht erst versucht, sich auf Exklusivität hochzutoupieren. Zugleich präsentiert sich der Bau weniger kühl und klinisch als dies die Entwürfe vermuten ließen. Zu befürchten war Center-Architektur-Ware von der Stange. Nun entfaltet sich eine abwechslungsreiche, fast heiter-mediterrane Anmutung durch ein schwungvolles Glaskuppel-Dach, hellbeige Natursteinböden, hochwertige Holz-Handläufe, großzügige Schaufensterflächen, eine beinahe schon verwinkelte Straßen-Führung. Dazu tritt der unwiderstehliche Charme originärer Jugendstil-Gebäudeteile aus dem Denkmal Bergwerksdirektion. Man hat es ausgeweidet, die Fassaden dienen als Innenhof-Kulisse und flunkern sicher nicht nur Micarelli vor: „Man fühlt sich wie auf einer Piazza in Mailand oder Rom.“ Prunkstücke sind ohne Zweifel das historische Treppenhaus, der Festsaal, die Villeroy & Boch-Fliesen. Die Credit Suisse hat sie mit viel (Mehr-)Aufwand erhalten. Allein die Wiederanfertigung von Holzfenstern kostete 250 000 Euro. Das erfährt man vom Landes-Denkmalpflege-Chef Josef Baulig. Er hält die rollstuhlgerechte Überwindung des Gefälles von einer halben Geschosshöhe zwischen Saargalerie und Bergwerksdirektion für eine deutschlandweit einzigartige Problematik. Seit 2006 hat er einen wöchentlichen Jour Fixe mit dem ECE-Bauteam absolviert, spricht von einem „gegenseitigen Erziehungsprozess. Ich muss mich nicht schämen.“ Die Denkmalschützer, die vor vier Jahren gegen die „geschichtsblinde Barbarei“ der Umnutzung Sturm liefen, werden das überprüfen. Das Saarland könnte demnächst ein Monument weniger auf seiner Denkmalliste haben.



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