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Europa-Minister Toscani erläutert Frankreich-Pläne der Landesregierung

Die Wirtschaft im Saarland und Lothringen steht hinter der neuen Frankreich- Strategie der Landesregierung. Laut einer aktuellen Umfrage erwarten 87 Prozent der saarländischen Unternehmer deutlich mehr Vor- als Nachteile von der Nähe zum Nachbarland, sagte Europaminister Stephan Toscani (CDU) vor dem Club des Affaires Saar-Lorraine in Forbach. Auch lothringische Politiker und Unternehmer lobten auf der Veranstaltung des Wirtschaftsclubs die Pläne, das Saarland bis 2043 zweisprachig zu machen. „Unsere Frankreich-Strategie ist ganzheitlich“, erläuterte Minister Toscani. „Wir wollen das Saarland zur Modellregion für die Fortentwicklung der deutschfranzösischen Beziehungen machen“. Schon heute sei die Region Saar-Lothringen diejenige, die am stärksten mit Frankreich wirtschaftlich zusammenarbeite und umgekehrt als Tor nach Deutschland hinein wirke.

Zwei Drittel der Jugendlichen im Saarland lernten bereits Französisch. Toscani warb dafür, dass sich Lothringen und das Saarland bei den Regierungen in Paris und Berlin gemeinsam dafür stark machen, die ab 2015 gefährdete ICE/TGVBahnverbindung Paris-Saarbrücken- Frankfurt zu erhalten. Zugleich kündigte er eine Rahmenvereinbarung zur grenzüberschreitenden beruflichen Bildung im Saarland und Lothringen an. Demnach sollen Jugendliche im Heimatland die Berufsschule besuchen und im Nachbarland ein Praktikum machen können.

In der Diskussion mit dem Minister wurde auch ein „Bonus“ auf die Zeugnisnoten für Schüler angeregt, die zusätzlich Französisch oder umgekehrt Deutsch lernen. Rudolf Bohn vom Arbeitskreis Wirtschaft (AKW) regte an, für die deutsch-französischen Initiativen in der Region auch verstärkt EUFördermittel zu nutzen. Club des Affaires-Präsidentin Fabienne Pierrard und der Präsident des Gemeindeverbandes Forbach, Paul Fellinger, sprachen von einer fast „revolutionären Frankreich-Strategie“ des Saarlandes, die auch neue Arbeitsplätze für die Region Moselle-Ost bringen könne. ulo
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