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Ewige Baustelle auf der A 6: Ende in Sicht?

Die Bauarbeiten auf der Bischmisheimer Talbrücke dauern schon über drei Jahre.

Die Bauarbeiten auf der Bischmisheimer Talbrücke dauern schon über drei Jahre.

Saarbrücken. Die Bauarbeiten auf der Autobahn A 6 im Bereich der Bischmisheimer Talbrücke zwischen St. Ingbert und Fechingen sind spätestens in zwei Monaten beendet. Wie Klaus Kosok, Sprecher des Landesbetriebs für Straßenbau, auf SZ-Anfrage mitteilte, hat die Sanierung damit insgesamt „über drei Jahre“ gedauert. Ursprünglich sollte die Brücke schon viel früher fertig sein. Aber Ende 2009 wurde bekannt, dass die auf den Brückenbeton geklebten Schweißbahnen erhebliche Mängel aufwiesen. Was nach Angaben des damaligen Auftragnehmers damit zu tun hatte, dass eine andere Firma ihm mangelhaftes Material geliefert habe. Diverse Verzögerungen waren die Folge. Laut Kosok musste erst einmal per Gutachten geklärt werden, wer für den Schaden verantwortlich ist. Danach gab es Probleme bei der Beseitigung der Mängel. Schließlich beschloss der Landesbetrieb, einen neuen Auftragnehmer zu engagieren. „In der Zeit hat die Baustelle gestanden. Aber nicht weil wir nicht schaffen wollten, sondern weil wir ein sauberes Vergabeverfahren nochmal anhängen mussten“, sagte Kosok. Mittlerweile befinden sich die Sanierungsarbeiten aber „im Endspurt“, so Kosok. Vor einem Monat war der Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Fechingen und St. Ingbert in beiden Fahrtrichtungen von Umbauarbeiten betroffen. Der Verkehr wurde auf beiden Richtungsfahrbahnen einstreifig ohne Gegenverkehr an der Baustelle vorbeigeführt.

Seither stehen in beiden Fahrtrichtungen aber wieder zwei Fahrstreifen zur Verfügung, wobei eine Spur in Richtung Saarbrücken auf eine Fahrbahn übergeleitet wird, die normalerweise nach Mannheim führt. Man darf daher nur 80 Stundenkilometer fahren, aber Staus sind deswegen nach den Worten von Kosok nicht zu befürchten. Diese Verkehrsführung bleibt bis zum Ende der Sanierungsarbeiten bestehen.

Dass die Arbeiten erst in zwei Monaten fertig sind statt – wie geplant – Ende September, hat mit der Witterung und der Sanierung der so genannten Mittelstreifenüberfahrten zu tun. „Wenn es – wie zuletzt – zu nass ist, können sie weder Abdichtungen noch Asphaltarbeiten noch die Markierungen machen“, erläuterte Kosok. „Und wenn es im Sommer glühend heiß ist, können Sie die Abdichtungsmasse nicht kleben.“

Ein weiteres Problem habe seine Ursache darin, dass die Brücke aus zwei Bauteilen besteht. Ein Teil führe in Richtung Mannheim, der andere nach Saarbrücken. Wenn man aufgrund von Bauarbeiten den Verkehr von einem Brückenteil auf den anderen herüberholen müsse, werde die Schutzplanke in der Mitte zugunsten so genannter Mittelstreifenüberfahrten ausgebaut. Diese seien nicht so stabil wie die normale Fahrbahn und seien „jetzt bei der langen Baudauer stärker in Anspruch genommen worden als ursprünglich absehbar war“. Daher seien sie kaputt gegangen, sodass man sie wieder habe instandsetzen müssen. Laut Kosok ist noch nicht klar, wieviel die Sanierung der Bischmisheimer Talbrücke am Ende kosten wird: „Wir sind mit altem Auftragnehmer in Abwicklung dessen, was geleistet und vergütet wird, noch nicht durch.“ Man werde aber „mit Sicherheit dafür sorgen, dass Steuerzahler nur das zahlen muss, was geboten war.“

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