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Ex-Chefs von Bäckereikette stehen in Saarbrücken vor Gericht

Nach Feststellung der Ermittler war die Bäckereikette mit zehn Filialen ab Oktober 2012 zahlungsunfähig und überschuldet. Der damalige, relativ neue Chef stellte aber erst im April 2013 Insolvenzantrag. Der Beschuldigte weist die Vorwürfe zurück. Der Bäckermeister begründete sein Verhalten nun unter anderem damit, dass ihm die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zum Führen eines solchen Unternehmens gefehlt hätten. Seine Ausbildung habe er in der früheren DDR absolviert. Dort sei dieses Wissen nicht vermittelt worden. In seinem späteren Berufsleben bis zur Übernahme der Großbäckerei im Februar 2012 sei er immer für das Handwerkliche zuständig gewesen, das Kaufmännische hätten andere erledigt. Als seine Berater ihm dann mit Blick auf seine neue Bäckereikette alles erklärten, seien 2013 die erforderlichen Schritte eingeleitet worden.

Dazu gehörte auch die Gründung der Auffanggesellschaft Panadoro mit einem neuen Geschäftsführer im Mai 2013. Auch sie ging in die Insolvenz. Laut Erkenntnis der Ermittler war diese Gesellschaft spätestens im Juni zahlungsunfähig. Der Insolvenzantrag wurde aber erst im Januar 2014 gestellt. Deshalb sitzt der Ex-Panadoro-Chef mit auf der Anklagebank. Auch ihm werden Insolvenzdelikte zur Last gelegt. Der 65-Jährige schweigt bislang dazu. Im Zuge der Insolvenz von Brotbäckchen und seiner Tochterfirmen wurden von Lieferanten, Sozialversicherungen, Arbeitnehmern und anderen Betroffenen Forderungen von etwa 900 000 Euro geltend gemacht.
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