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Ex-FDP-Generalsekretär wechselt zu SPD

Rüdiger Linsler.

Rüdiger Linsler.

Saarbrücken. Neuer Paukenschlag bei den saarländischen Liberalen: Generalsekretär Rüdiger Linsler ist gestern aus der FDP ausgetreten und hat gegenüber der SZ seinen Wechsel zur SPD angekündigt. In einem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, teilte Linsler Saar-FDP-Chef Oliver Luksic mit, „dass ich mich entschlossen habe, die FDP zu verlassen“. Nach fast 17 Jahren „engagierter Mitgliedschaft“ sei dies „keine leichte Entscheidung“ gewesen. Weiter schreibt Linsler, er sei zu der Erkenntnis gelangt, „dass der organisierte Liberalismus, wie er mehr und mehr in der FDP praktiziert wird, nichts mit der liberalen Idee und dem liberalen Lebensgefühl zu tun hat, was ich darunter verstehe“. Er habe stets versucht, seine politische Linie dahingehend zu zeichnen, „dass alle Teile der Gesellschaft in gebührender Weise berücksichtigt werden – insbesondere diejenigen, die nicht aus eigener Kraft ihr Leben so angehen können wie Du und ich das beispielsweise tun können (...).“ Soziale Verantwortung, so Linsler weiter, „ist für mich ein grundlegender Bestandteil einer liberalen Gesellschaftsordnung“. Dieser Grundsatz schlage sich aber nicht in den alltäglichen Entscheidungen der Führungsspitze der Partei nieder.

Die Haltung der Bundes-FDP zum Thema Mindestlohn nennt Linsler „unerträglich“. Scharfe Kritik auch am Betreuungsgeld: „Sollte die FDP nun wirklich die (...) Einführung eines Betreuungsgeldes mittragen, so wäre dies ein sozialpolitischer und gesellschaftlicher Kahlschlag ohnegleichen.“ Linsler war seit 2010 Generalsekretär der Saar-FDP. Bundesweit bekannt wurde er, als er im selben Jahr als einer der ersten FDP-Politiker den Rücktritt des damaligen Parteichefs Guido Westerwelle forderte. jöw
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