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Ex-Polizist (50) von Vergewaltigungs-Vorwurf frei

Saarbrücken. Das Landgericht hat einen Angeklagten vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Der Prozess gegen einen 50-jährigen ehemaligen Polizisten begann im Mai vergangenen Jahres. Der Angeklagte erzielte bereits im Vorfeld des letzten Verhandlungstages einen Teilerfolg: Das Gericht ließ über die belastende Aussage des mutmaßlichen Opfers ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellen. Nun wurde das Gutachten vor Gericht vorgetragen. Das Ergebnis: Es bestehen Zweifel, ob die Beschuldigung auf ein reales Erlebnis zurückgeht. Bei dem Opfer liege eine Borderline-Persönlichkeitsstörung vor. Das bedeute nicht, dass die Frau bewusst die Unwahrheit gesagt habe, aber es könnten Erlebnisse anders wahrgenommen worden sein. Tatsächlich hat die Frau bei ihrem ersten Gespräch mit der Polizei nur berichtet, dass der Angeklagte sie aus der Wohnung geworfen habe. Erst auf Nachfrage eines Beamten sprach sie von einem Sexualdelikt.

Das mutmaßliche Opfer trat im Prozess als Nebenklägerin auf. Ihre Anwältin hält das Ergebnis der Gutachterin nicht für nachvollziehbar. Sie hielt den Angeklagten für überführt und beantragte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren. Jedoch der Verteidiger und selbst die Staatsanwältin plädierten auf Freispruch. Dem folgten in ihrem Urteilsspruch auch die zwei Richter und die beiden Schöffen der Großen Strafkammer. Es sei nicht zu widerlegen, dass es in der fraglichen Nacht zu einvernehmlichen Sex kam. Bei der Frau sei eine Erinnerungsverzerrung möglich, wobei sie selbst ihre Beschuldigung für wahr halte. Sie kann gegen den Freispruch mit dem Rechtsmittel der Revision vorgehen. jht

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