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Ex-Profi spielt wieder bei Borussia Neunkirchen

Neunkirchen. Catalin Racanel kommt aus einer Sportler-Familie. Onkel Konstantin war Weltmeister im Gehen, Bruder Emanuel Mannschafts-Weltmeister im Karate in der Kumite- Variante. Catalin war wie sein Vater Profi-Fußballer. Jetzt spielt der 34-Jährige bei Oberligist Borussia Neunkirchen, dem Club, bei dem er seine aktive Karriere 1994 startete. „Ich habe meine Laufbahn hier begonnen und werde sie hier wohl auch beenden. Das allein ist etwas ganz Besonderes“, sagt er zur Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, und ergänzt: „Wir sind dabei, etwas aufzubauen. Ich will hier auf meine alten Tage noch etwas erreichen. Es wäre schön, wenn ich dem Verein ein bisschen von dem zurückgeben könnte, was er mir am Anfang gegeben hat. Das ist eine Herzensangelegenheit für mich.“


Helfen kann er der Mannschaft nicht nur mit der Bundesliga- Erfahrung. „Er ist ein ehrgeiziger Mensch und Fußballer. Er hat sich nach vielen Verletzungen durch fleißiges Training und eine professionelle Einstellung immer wieder rangearbeitet“, sagt Trainer Paul Linz über den Spieler, den er schon bei Eintracht Trier, RW Ahlen und 1. FC Magdeburg unter den Fittichen hatte: „Er kümmert sich sehr gut um die jüngeren Spieler, indem er versucht, ihnen die richtige Einstellung zu vermitteln. Dazu kommt, dass er einfach ein super Fußballer ist.“

Racanel wurde nach einem Ferienaufenthalt bei seinem in Saarbrücken lebenden Onkel von dem überzeugt, nicht zurück in sein Geburtsland Rumänien zu fahren, sondern im Saarland zu bleiben. Das war vor 21 Jahren. Im Sommer 2011 wurde er nicht vom Onkel, sondern von Martin Bach, Spielausschussleiter der Borussia, ins Saarland gelotst. „Ich arbeite bei ihm, habe eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann angefangen“, sagt Racanel: „Es ist wichtig, dass es nach dem Fußball irgendwie beruflich weitergeht.“ Eine Prognose, wie lange er noch spielen kann, will er nicht geben, sagt aber: „Ich spiele, solange die Beine halten. Wenn ich merke, dass ich nicht mehr mithalten kann, höre ich auf, mache Platz für Jüngere.“ Solange spielen, bis sein sechs Monate alter Sohn Noah-Luis ihn ablöst, kann er wohl nicht.

Dennoch hofft er, dass das gemeinsame Kind mit Freundin Katrin „mal in meine Fußstapfen treten kann“ – und dass sein in Magdeburg geborener Sohn „ein echter Saarländer wird“. Vielleicht kann der Kleine, der schon jetzt zum Spielen immer einen Ball verlangt, die Tradition der Sport-Familie Racanel fortsetzen. Wie einst sein Papa, als er von Rumänien nach Deutschland kam.

 

Catalin Racanel spielte in der Jugend für die SG Erbach und den FC Homburg. Für Borussia Neunkirchen (1994 bis 1998), SV Elversberg (1998/1999) und Eintracht Trier (1999 bis 2001) war er in der Regionalliga im Einsatz, beim FC St. Pauli in der Bundesliga (2001 bis 2003), bei Eintracht Trier (2003 bis 2005) und RW Ahlen (2005/2006) in der 2. Liga. Vor der Rückkehr nach Neunkirchen im Sommer spielte Racanel bei Oberligist Sachsen Leipzig (2006 bis 2008) und Regionalligist 1. FC Magdeburg (2008 bis 2010). zen

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