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Ex-Stadtbad Saarbrücken bald Bürgerzentum?

Der Verein »Leben im Mühlenviertel« wirbt dafür, dass mehrere Generationen dort künftig unter einem Dach leben

Der Verein »Leben im Mühlenviertel« wirbt dafür, dass mehrere Generationen dort künftig unter einem Dach leben

St. Johann. Der Verein „Leben im Mühlenviertel“ hat während einer Informationsveranstaltung für die geplante Wohnanlage im ehemaligen Stadtbad St. Johann und für das gemeinsame Wohnen von Jung und Alt unter einem Dach geworben. Hans Joachim Müller, Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt und Vorstandsmitglied des Vereins, sagte, er habe den Investor Franz-Josef Laux aus Losheim von einer Zusammenarbeit überzeugt. Müller hatte im März zunächst mit dem bayerischen Konkurrenten von Laux sein Konzept im Bauausschuss des Stadtrats präsentiert. Nun arbeitet er offenbar mit Laux zusammen.

Rund 50 Interessenten waren in den Gemeinschaftsraum des Mehrgenerationenhauses in der Ursulinenstraße gekommen. Müller sagte, im Stadtbad sollen 110 Wohnungen gebaut werden, aber auch Platz für 250 Quadratmeter Gemeinschaftsräume sein – doppelt so viel wie jetzt. So solle direkt im Mühlenviertel ein „Bürgerzentrum St. Johann“ entstehen, das auch für die Menschen aus der Nachbarschaft offensteht. „Wir wollen die Begegnungsstätte mit dem Wohnen verbinden“, sagte Müller.

Die Fertigbau Laux GmbH hatte im März vom Stadtrat den Zuschlag erhalten, das Stadtbad in ein Wohnhaus mit kleiner Pflegestation, Kindertagesstätte, einem Einkaufsmarkt und Stadthotel umzubauen (die SZ berichtete mehrfach). Die Fassade wird stehen bleiben, das Stadtbad aber entkernt und anschließend neu gestaltet. Das Bad steht seit 2001 leer, nachdem die Stadt das Erlebnisbad Calypso eröffnete.

Die Baukosten bezifferte Müller auf 25 Millionen Euro. Käufer müssten nach seinen Angaben im Dachgeschoss 3000 Euro pro Quadratmeter bezahlen, im Erdgeschoss koste der Quadratmeter 2300 Euro.

„Der Investor will die Wohnungen verkaufen, es soll aber auch Mietwohnungen geben“, sagte Müller. Diese kosteten zehn Euro pro Quadratmeter warm. Ziel des Vereins „Leben im Mühlenviertel“ sei, dass im Stadtbad viele Parteien wohnen und sich gegenseitig unterstützen, sagte Müller. Mitte September werde es ein weiteres Treffen ernster Interessenten mit dem Investor und dem Architekten Henning Freese geben. Franz-Josef Laux erklärte auf Anfrage der SZ, Mitte September werde der Kaufvertrag unterschrieben und der Bauantrag bei der Stadt eingereicht. Mitte Oktober sollen die Bauarbeiten beginnen.

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