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Experten-Diskussion in Saarbrücken: Nutzen und Risiken der Nanotechnologie

Saarbrücken. Welche Chancen und Risiken birgt die Nanotechnologie? Sind die winzigen Teilchen segensreich als „Heinzelmännchen“ tätig, oder handelt es sich um potenzielle Monster“? Das fragte Jürgen Thier-Kundke vom Bundesinstitut für Risikobewertung bei einem Diskussionsabend in Saarbrücken, der unter dem Motto „Nano – aber sicher!“ stand. „Wo ich eine positive Wirkung habe, kann ich auch eine negative bekommen“, meinte er.

Geeignete Mess- und Testverfahren noch nicht ausgereift

Irene Tesseraux vom baden-württembergischen Landesamt für Umwelt wies an dem vom Verein Nano-Bio-Net organisierten Abend darauf hin, dass man bislang „so gut wie nichts“ über denkbare Auswirkungen auf die Menschen wisse. Es fehlten geeignete Mess- und Testverfahren. Monika Büning vom Bundesverband der Verbraucherzentralen forderte, eine umfassende Risikoforschung zu beginnen und eine generelle Kennzeichnungspflicht einzuführen. Diese wird in der Europäischen Union ab 2014/2015 für Lebensmittel, Kosmetika und Textilien gelten.

Chancen vor allem auf medizinischem Gebiet

Der saarländische Verbraucherschutz-Staatssekretär Sebastian Pini (FDP) riet dazu, Artikel mit Nanoteilchen nicht als „klein und gemein“, sondern als „klein und fein“ wahrzunehmen. Einig waren sich die Experten, dass speziell auf medizinischem Gebiet eher die Chancen der Nanotechnologie gesehen werden sollten, während bei Lebensmitteln wahrscheinlich höchste Vorsicht geboten sei.

Die Nanotechnologie nutzt Teilchen in der Größenordnung von Millionstel Millimetern – nanos heißt auf Griechisch Zwerg. Die Nano-Partikel werden unter anderem bei Oberflächenbeschichtungen verwendet, die dadurch kratzfest, wasserabweisend, leicht zu reinigen oder hitzebeständig werden sollen. Einsatzgebiete sind Gebäudefassaden, Sanitäranlagen oder Maschinenteile und auch Kosmetika. Die Lebensmittelindustrie interessiert sich für sie als Zusatzstoffe in ihren Produkten und auch in Verpackungen. Mediziner wollen die Teilchen nutzen, um Wirkstoffe direkt in schadhaftes Gewebe transportieren und Nebenwirkungen bislang üblicher Therapien vermeiden zu können. in

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