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Explosiv: „International Jazz-Werkstatt" Saarwellingen ab Freitag

Längst ein Publikumsliebling in Saarwellingen: Drummer Eddie Hick. Kleines Foto: Gilad Atzmon, Garant für knisternde Konzert-Abende, hier mit Thilo Wagner, Piano.

Längst ein Publikumsliebling in Saarwellingen: Drummer Eddie Hick. Kleines Foto: Gilad Atzmon, Garant für knisternde Konzert-Abende, hier mit Thilo Wagner, Piano.

15 Jazz-Persönlichkeiten aus aller Welt, eine charmante, unverbrauchte Location, die alte Ziegelhalle der früheren Dynamit-Nobel AG mit 300 Sitzplätzen, 35 lernwillige Musiker aus den USA, Großbritannien. Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Deutschland: Sie binden sich zum zehnten Mal zusammen zur „International Jazzwerkstatt Saarwellingen“.

Ab Freitag, 8. August, üben die Großen der Szene mit den „Schülern“. Sechs Mal in gut einer Woche treten die Dozenten abends auf, und das Publikum genießt nicht bloß die musikalische Qualität, sondern auch die Nähe von Musik, Musikern und Publikum. Ein Gespann zieht den Karren von Anfang an: Cornelia Rohe, die einzige hauptamtliche Kulturmanagerin einer Gemeinde im Kreis Saarlouis, und Gilad Atzmon, streitbarer, höchst unterhaltsamer britisch-israelischer Jazzer, Saxophonist. Er ist inzwischen künstlerischer Leiter und gestaltet das Programm der Jazzwerkstatt von London aus.

Die Eröffnung

In kleinen Ensembles stellen sich die Dozenten dem Publikum und den Workshopteilnehmern vor. Das ist traditionell das Eröffnungskonzert der Jazz-Werkstatt, da läuft alles, was in den kommenden Tagen zu hören ist, wie im Zeitraffer-Film ab. An diesem Abend sind dabei: Gilad Atzmon (Art Director, saxes), Silvia Bialas (voc), Barbara Bürkle (voc), Pete Churchill (voc), Kevin Dean (tr), Frank Harrison (p), Eddie Hick (dr), Claus Krisch (p), Johannes Müller (sax), Davide Petrocca (b), Saul Rubin (git), Asaf Sirkis (dr, Konnokol), Yaron Stavi (b)

Freitag, 8. August, 19.30 Uhr, Campus Nobel, Werkshalle

Gilad und Straßenzirkuskinder aus Costa Rica

Gilad Atzmon, israelisch-britischer Star-Jazzer, ist nicht nur ein glänzender Alleinunterhalter, sondern auch ein ausgezeichneter Team-Player: Das beweist er beim Samstags-Konzert mit seinem Orient House Ensemble. Dessen jüngste Songs sind eine Hommage an die Großstädte der Welt: von Moskau, Berlin, über Paris bis nach Buenos Aires. An diesem Abend mit der Stammbesetzung: Frank Harrison am Flügel, Yaron Stavi am Bass und Eddie Hick am Schlagzeug. Zu Gast sind die Sängerin Silvia Bialas sowie der Drummer und Percussionist Asaf Sirkis.

Ein weiteres Highlight an diesem Abend ist der Auftritt von Mitgliedern des „Circo Fantazz- Tico“, mit denen Atzmon im Frühjahr gearbeitet hat. Zusammengesetzt ist der Zirkus aus Kindern, die in den ärmsten Vierteln San Isidros, einer Stadt im Süden Costa Ricas, unter schwierigsten Verhältnissen aufwachsen müssen, und die unglaubliche Leistungen auf die Bühnen Zentral- und Südamerikas und Europas bringen. Ein Teil des Ensembles wird an diesem Abend im Rahmen des Konzertes in der Backsteinhalle auftreten.

Samstag, 9. August, 19.30 Uhr Campus Nobel, Werkshalle

Konzert für Feinschmecker

Der weiche Ton der Trompete Kevin Deans begeistert, wo immer er auftritt. Seine Improvisationen, seine Fähigkeit im Spiel seinen Mitmusikern zu begegnen, ziehen seine Zuhörer in den Bann. „To Be or not to Bop – From Bebop to Post Bop” heißt das Konzert.

Deans ist Leiter des Jazzstudiengangs in Montreal und ein sehr aktiver Musiker. Johannes Müller, der an diesem Abend Dean am Sax begleitet, gilt als der Dandy der deutschen Sax-Szene. Der New Yorker Saul Rubin an der Gitarre ist zum ersten Mal Gast der „International Jazzwerkstatt“. Die gefühlvolle Stimme von Barbara Bürkle zielt immer direkt ins Herz. Dabei vereint die preisgekrönte Stuttgarter Sängerin absolute Intonationssicherheit und exzellentes Timing Begleitet werden die Solisten von Thilo Wagner am Flügel, Davide Petrocca am Bass und Eddie Hick am Schlagzeug.

Montag, 11. August, 19.30 Uhr, Campus Nobel, Werkshalle Zwei Piano-Trios An diesem Abend sind zwei Piano Trios zu hören: Das erste Konzert des Abends ist geprägt durch den höllisch swingenden Klavierstil des in Stuttgart lebenden Pianisten Thilo Wagner. Conny Rohe: „Im Bereich Swing gehört er zum Besten, was die deutsche Jazzszene zu bieten hat.“ Der Bassist Davide Petrocca war schon häufig zu Gast bei der „International Jazzwerkstatt“. Laut dem Pianisten Monty Alexander gehört Davide Petrocca weltweit in die Topliga der Kontrabassisten. Der junge Schlagzeuger Eddie Hick gehört zu den Publikumslieblingen, seine Soli lassen einem den Atem stocken.

Der zweite Teil des Abends wird gestaltet von Gwilym Simcock. Der gebürtige Waliser Simcock gilt als größtes Talent unter den Jazz-Pianisten aus Großbritannien. Schon mit elf Jahren erhielt er den britischen Associated Board of the Royal Schools of Music in Klavier und Waldhorn. Später studierte er klassisches Piano, Waldhorn und Komposition in Manchester.

Mit dem Drummer Asaf Sirkis spielt Simcock in verschiedenen Formationen zusammen, beide versuchen Sie die Grenzen des Jazzgenres zu sprengen. Markante Melodien und rhythmische Anleihen aus dem keltischen Erbe, aber auch Elemente aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt verschmelzen in einem unverkennbar eigenen Sound.

Dienstag, 12. August, 19.30 Uhr, Campus Nobel, Werkshalle

Ertrag der Workshop-Woche

Das Abschlusskonzert im Rathaushof ist der Endpunkt des Workshops, das Gegenstück zum Eröffnungskonzert. Die während der Woche gebildeten Combos und Formationen stellen das Ergebnis ihrer Arbeit vor. Dieser Abend im Rathaushof hat sich über die Jahre zu einem beliebten Treff entwickelt, der musikalisch Interessierte aus der ganzen Gegend anzieht. Die Zuhörer sind immer wieder überrascht und fasziniert von dem, was ihnen von den Studierenden des Workshops geboten wird. Eintritt frei

Mittwoch, 13. August, 19.30 Uhr, Saarwellingen, Rathaushof

Hier kann man noch mitmachen

Eröffnet wird das Konzert am 14. August durch den „Open Chor“ unter der Leitung von Pete Churchill. Der „Open Chor“ ist das Ergebnis eines einzigen Projekttages der „International Jazzwerkstatt“.

Zu dem Projekttag, es ist dieser 14. August, ist jeder eingeladen, der gern singt. Chorleiter Pete Churchill übt Gospel ein. Cornelia Rohe: „Wer das Vergnügen hatte, ihn beim Einstudieren der Gospelstücke zu erleben, weiß, dass dies ein besonderes Highlight ist. Teilnehmen kann jeder, mit oder ohne Chorerfahrung, es wird ein besonderes Erlebnis werden.“ Churchill ist Professor für Jazz an der Royal Academy of Music in London und weltweit als Dozent und Musiker tätig.

Anmelden kann man sich noch bis kurz vorher: E-Mail kultur- @saarwellingen.de; Telefonnummer (0 68 38) 9 00 71 28. Gebühr: 35 Euro einzeln, 25 Euro in Gruppen ab fünf und 20 Euro in Gruppen ab zehn Personen. An diesem Abend bestreitet die Jailhouse Bigband einen Teil des Konzerts, als Special Guest ist Gilad Atzmon dabei. Im Anschluss spielt das LandesJugendJazzOrchester Saar (LJJO Saar) unter der Leitung von Martin S. Schmitt. Der Abend ist also auch ein Bigband-Treffen. Donnerstag, 14. August, 19.30 Uhr, Campus Nobel, Werkshalle

AUF EINEN BLICK

Festivalpass: 40 Euro (alle Konzerte); Abendkasse: 15 Euro pro Konzert. Abschlusskonzert frei. – Jugendliche unter 15 Jahre Eintritt überall frei
Anfahrt: Alte Werkshalle im Campus Nobel: Autobahnabfahrt 12 A8 Nalbach und den Schildern „Campus Nobel“ folgen. Rathaushof: Rathaus, Schlossplatz 1.
Verpflegung: Stände mit Speisen und Getränke während der Konzerte.

Vorbestellung: Gemeinde Saarwellingen, Telefon (0 68 38) 9 00 72 01; ticket regional; E-Mail: Kultur- @saarwellingen.de. red
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