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Explosiv: „International Jazz-Werkstatt" Saarwellingen ab Freitag

Längst ein Publikumsliebling in Saarwellingen: Drummer Eddie Hick. Kleines Foto: Gilad Atzmon, Garant für knisternde Konzert-Abende, hier mit Thilo Wagner, Piano.

Längst ein Publikumsliebling in Saarwellingen: Drummer Eddie Hick. Kleines Foto: Gilad Atzmon, Garant für knisternde Konzert-Abende, hier mit Thilo Wagner, Piano.

Ab Freitag, 8. August, üben die Großen der Szene mit den „Schülern“. Sechs Mal in gut einer Woche treten die Dozenten abends auf, und das Publikum genießt nicht bloß die musikalische Qualität, sondern auch die Nähe von Musik, Musikern und Publikum. Ein Gespann zieht den Karren von Anfang an: Cornelia Rohe, die einzige hauptamtliche Kulturmanagerin einer Gemeinde im Kreis Saarlouis, und Gilad Atzmon, streitbarer, höchst unterhaltsamer britisch-israelischer Jazzer, Saxophonist. Er ist inzwischen künstlerischer Leiter und gestaltet das Programm der Jazzwerkstatt von London aus.

Die Eröffnung

In kleinen Ensembles stellen sich die Dozenten dem Publikum und den Workshopteilnehmern vor. Das ist traditionell das Eröffnungskonzert der Jazz-Werkstatt, da läuft alles, was in den kommenden Tagen zu hören ist, wie im Zeitraffer-Film ab. An diesem Abend sind dabei: Gilad Atzmon (Art Director, saxes), Silvia Bialas (voc), Barbara Bürkle (voc), Pete Churchill (voc), Kevin Dean (tr), Frank Harrison (p), Eddie Hick (dr), Claus Krisch (p), Johannes Müller (sax), Davide Petrocca (b), Saul Rubin (git), Asaf Sirkis (dr, Konnokol), Yaron Stavi (b)

Freitag, 8. August, 19.30 Uhr, Campus Nobel, Werkshalle

Ein weiteres Highlight an diesem Abend ist der Auftritt von Mitgliedern des „Circo Fantazz- Tico“, mit denen Atzmon im Frühjahr gearbeitet hat. Zusammengesetzt ist der Zirkus aus Kindern, die in den ärmsten Vierteln San Isidros, einer Stadt im Süden Costa Ricas, unter schwierigsten Verhältnissen aufwachsen müssen, und die unglaubliche Leistungen auf die Bühnen Zentral- und Südamerikas und Europas bringen. Ein Teil des Ensembles wird an diesem Abend im Rahmen des Konzertes in der Backsteinhalle auftreten.

Samstag, 9. August, 19.30 Uhr Campus Nobel, Werkshalle

Deans ist Leiter des Jazzstudiengangs in Montreal und ein sehr aktiver Musiker. Johannes Müller, der an diesem Abend Dean am Sax begleitet, gilt als der Dandy der deutschen Sax-Szene. Der New Yorker Saul Rubin an der Gitarre ist zum ersten Mal Gast der „International Jazzwerkstatt“. Die gefühlvolle Stimme von Barbara Bürkle zielt immer direkt ins Herz. Dabei vereint die preisgekrönte Stuttgarter Sängerin absolute Intonationssicherheit und exzellentes Timing Begleitet werden die Solisten von Thilo Wagner am Flügel, Davide Petrocca am Bass und Eddie Hick am Schlagzeug.

Montag, 11. August, 19.30 Uhr, Campus Nobel, Werkshalle Zwei Piano-Trios An diesem Abend sind zwei Piano Trios zu hören: Das erste Konzert des Abends ist geprägt durch den höllisch swingenden Klavierstil des in Stuttgart lebenden Pianisten Thilo Wagner. Conny Rohe: „Im Bereich Swing gehört er zum Besten, was die deutsche Jazzszene zu bieten hat.“ Der Bassist Davide Petrocca war schon häufig zu Gast bei der „International Jazzwerkstatt“. Laut dem Pianisten Monty Alexander gehört Davide Petrocca weltweit in die Topliga der Kontrabassisten. Der junge Schlagzeuger Eddie Hick gehört zu den Publikumslieblingen, seine Soli lassen einem den Atem stocken.

Der zweite Teil des Abends wird gestaltet von Gwilym Simcock. Der gebürtige Waliser Simcock gilt als größtes Talent unter den Jazz-Pianisten aus Großbritannien. Schon mit elf Jahren erhielt er den britischen Associated Board of the Royal Schools of Music in Klavier und Waldhorn. Später studierte er klassisches Piano, Waldhorn und Komposition in Manchester.

Mit dem Drummer Asaf Sirkis spielt Simcock in verschiedenen Formationen zusammen, beide versuchen Sie die Grenzen des Jazzgenres zu sprengen. Markante Melodien und rhythmische Anleihen aus dem keltischen Erbe, aber auch Elemente aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt verschmelzen in einem unverkennbar eigenen Sound.

Dienstag, 12. August, 19.30 Uhr, Campus Nobel, Werkshalle

Mittwoch, 13. August, 19.30 Uhr, Saarwellingen, Rathaushof

Zu dem Projekttag, es ist dieser 14. August, ist jeder eingeladen, der gern singt. Chorleiter Pete Churchill übt Gospel ein. Cornelia Rohe: „Wer das Vergnügen hatte, ihn beim Einstudieren der Gospelstücke zu erleben, weiß, dass dies ein besonderes Highlight ist. Teilnehmen kann jeder, mit oder ohne Chorerfahrung, es wird ein besonderes Erlebnis werden.“ Churchill ist Professor für Jazz an der Royal Academy of Music in London und weltweit als Dozent und Musiker tätig.

Anmelden kann man sich noch bis kurz vorher: E-Mail kultur- @saarwellingen.de; Telefonnummer (0 68 38) 9 00 71 28. Gebühr: 35 Euro einzeln, 25 Euro in Gruppen ab fünf und 20 Euro in Gruppen ab zehn Personen. An diesem Abend bestreitet die Jailhouse Bigband einen Teil des Konzerts, als Special Guest ist Gilad Atzmon dabei. Im Anschluss spielt das LandesJugendJazzOrchester Saar (LJJO Saar) unter der Leitung von Martin S. Schmitt. Der Abend ist also auch ein Bigband-Treffen. Donnerstag, 14. August, 19.30 Uhr, Campus Nobel, Werkshalle

AUF EINEN BLICK

Festivalpass: 40 Euro (alle Konzerte); Abendkasse: 15 Euro pro Konzert. Abschlusskonzert frei. – Jugendliche unter 15 Jahre Eintritt überall frei

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