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FCK-Kapitän: Kaiserslautern wird nicht absteigen

Herr Amedick, Sie sind seit Sonntag zurück aus dem Trainingslager, wie war es?

Martin Amedick: Es waren ja nur ein paar Tage, aber es war gut und intensiv. Wir sind zum Arbeiten gekommen.

 

Die Pause war kurz, noch im alten Jahr ging es los mit der Vorbereitung. Bei anderen Vereinen wird da von Strafmaßnahmen des Trainers oder einem Politikum gesprochen.

Amedick: Bei uns nicht. Das war von den Verantwortlichen so vorgegeben und das war in Ordnung, weil wir intensiv trainiert haben. Wir wissen, dass wie einfach mehr machen müssen als andere, um in der Liga zu bleiben.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Mannschaft?

Amedick: Ich denke, es war ein guter Start, dem allerdings eine Durststrecke folgte. Wobei das eher ein wichtiger Lernprozess war. Mehr eine Ergebniskrise, die in der Entwicklung passieren kann. Wir waren häufig nicht die schlechtere Mannschaft als der Gegner. Nur die Punkte haben gefehlt. Danach hatten wir eine sehr gute Ausbeute mit 21 Punkten in der Hinrunde. Da müssen wir jetzt weitermachen.

 

Für die Steigerung in der Saison waren Sie mit Ihrer Vertragsverlängerung Ende Oktober anscheinend verantwortlich. Von da an gab es nur noch drei Niederlagen.

Amedick (lacht): Stimmt. Nein, im Ernst. Ich habe damals schon gesagt, dass ich das Potenzial sehe und an das Team glaube. Ich wollte ein Zeichen setzen. Aber natürlich will ich auch nach meinem Umweg über die 2. Bundesliga jetzt jedes Jahr erste Liga spielen. Das will ich aber mit dem FCK. Mit unserem Torhüter Tobias Sippel hat jetzt der nächste zeitig unterschrieben.

 

Woher kam der Umschwung, als die Mannschaft nicht mehr nur für ihre Spielweise, sondern auch für die Ergebnisse gelobt wurde?

Amedick: Entscheidend war, dass wir weiter an uns geglaubt haben. Dass wir weiter Tugenden wie Leidenschaft und Kampf gezeigt haben. Dass wir aber auch weiter nach vorne gespielt haben. Wir hatten in dieser Phase aber auch Pech. Wir haben ja oft geführt. Aber die Gegner haben unsere Fehler, die wir gemacht haben, eiskalt bestraft. Das ist eben auch der Unterschied zwischen erster und zweiter Liga. Da sind wir besser geworden. Wichtig war aber auch, dass die Verantwortlichen und das Umfeld ruhig geblieben sind. Das hat uns auch die Ruhe gegeben.

 

Wie muss sich diese Entwicklung fortsetzen?

Amedick: Vor allem müssen wir diese Spielweise beibehalten. Wir wollen nicht auf Unentschieden spielen, wir sind hier, um zu gewinnen. Das müssen wir weiter zeigen und selbstbewusst auftreten. Die Entwicklung, die wir genommen haben, ist noch nicht zu Ende. Wir müssen aber auch noch effektiver werden und unsere Konter besser nutzen. Damit wir in Bremen nicht am Ende mit einer 2:1-Führung Angst haben müssen, sondern schon mit 3:1 führen. Die Möglichkeiten dazu waren da.

 

Auf dem Verein lastet immer noch finanzieller Druck. Spielt das im Hinterkopf eine Rolle, dass der Klassenverbleib auch finanziell entscheidend ist?

Amedick: Das spielt eigentlich keine Rolle. Wir sind Sportler und wollen immer gewinnen und in der Liga bleiben. Wir können sowieso nichts machen, sondern können nur unsere Leistung bringen. Außer vielleicht im DFB-Pokal weiterkommen.

Jetzt stehen mit Werder Bremen, dem VfL Wolfsburg und dem VfB Stuttgart drei Mannschaften hinter dem FCK, die weiter vorne erwartet wurden. Macht das Sorge, dass bei diesen Mannschaften noch ein Schub kommt?

Amedick: Das ist mir eigentlich egal, wer vor uns oder hinter uns steht. Auch wenn das überraschend ist. Mit Freiburg oder Mainz sind ja noch zwei Mannschaften weit oben, die dort niemand erwartet hätte. Aber wichtig ist einfach, dass wir 21 Punkte haben und damit im Soll sind. Wenn wir die fehlenden 19 Punkte holen, ist alles andere egal. Und am Sonntag wollen wir gegen Köln schon auf 24 kommen.

 

Welche Rolle spielt das Spiel gegen Köln?

Amedick: Der Start wird ganz entscheidend sein. Es ist klar, dass wir zu Hause gegen Köln gewinnen wollen. Wir müssen zwar auf Christian Tiffert und Alexander Bugera verzichten, aber wir können das als Mannschaft kompensieren. Wir müssen da anfangen, wo wir aufgehört haben.

 

Weshalb steigt der FCK in dieser Saison nicht ab?

Amedick: Wir haben eine gute Zusammensetzung im Kader. Das Trainer-Team und auch Vorstands-Chef Stefan Kuntz passen dazu. Das macht es uns möglich, die Entwicklung der Hinrunde weiterzugehen. Dazu kommt der Rückhalt der Fans. Ich habe schon in Dortmund und Braunschweig gespielt, beides Fußball-Städte. Aber das hier ist eine Fußball-Region. Und es ist ein gutes Gefühl, Teil davon zu sein. Deshalb werden wir zusammen den Klassenverbleib sichern.

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