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FCK gewinnt mit Leidenschaft das Derby

Kaiserslautern. Irgendwo in den Katakomben des Fritz-Walter-Stadions haderte Thomas Tuchel, der Trainer des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05, wohl immer noch mit diesen Toren. Mit dem 1:1, als Richard Sukuta-Pasu den Mainzer Bo Svensson so irritierte, dass der den Ball in hohem Bogen ins eigene Tor beförderte. Oder dem 2:1 für den FCK, als Itay Shechter Nutznießer eines „Flipperspiels“ im Mainzer Strafraum war, wie Tuchel es nannte.

Es sei Tuchel zugestanden, denn gut rausgespielt, geschweige denn schön, war keines dieser Tore, denen Christian Tiffert mit seinem 3:1 noch die Krone aufsetzte. Aber auch wenn man am Zustandekommen der Tore zweifeln mag – verdient waren sie allemal. „Wir haben uns reingefressen“, sagte FCK-Mittelfeldspieler Oliver Kirch. Und tatsächlich haben sie sich reingefressen, in die Gegenspieler, die Zweikämpfe und manchmal auch in den Rasen. Es wurde gegrätscht, dass einem das Herz aufging.

Dabei war alles so gelaufen, wie es bisher immer gelaufen war. Nachdem die Mannschaft nach fünf Sekunden den ersten Wutausbruch von FCK-Trainer Marco Kurz überstanden hatte, weil Florian Dick einen Ball leichtfertig ins Aus gespielt hatte, spielte sie ordentlich, wenn auch nicht überragend. Und mitten hinein in diese ersten zaghaften Versuche traf plötzlich Eric Choupo-Moting zum 1:0 für den Gegner.

Alles wie immer also, bis auf einen kleinen, entscheidenden Unterschied. „Wir sind da gut wieder rausgekommen“, sagte FCK-Abwehrspieler Martin Amedick. Die Köpfe hingen eben nicht nach unten, sondern angetrieben vom starken Tiffert und einem omnipräsenten Kirch wühlten sie sich zurück ins Spiel. „Es passte alles. Fritz-Walter-Wetter und Derby. Da ziehen wir jetzt noch mehr Kraft draus“, sagte Amedick. „Ich habe den ganzen Tag gespürt, dass wir heute gewinnen“, erklärte Tiffert. So etwas sagt sich rückblickend leicht, doch es fällt schwer zu widersprechen.

Was am Ende tatsächlich der entscheidende Faktor für diesen ersten Saisonsieg war, ist schwer zu sagen. Die Tore mögen zwar, einzeln betrachtet, nicht vor Spielwitz gestrotzt haben, aber sie waren das Resultat einer deutlich verbesserten Offensive, die zuvor erst zwei Treffer zustande gebracht hatte. „Wir hatten heute auch die Durchschlagskraft nach vorne. Ein Tor kannst du immer fressen, aber es war wichtig, dass wir vorne auch die drei Dinger gemacht haben“, erklärte Kirch. Schlussendlich dürfte es eigentlich auch egal sein, was zum Sieg führte. Entscheidend war der Sieg an sich. Oder wie Trainer Kurz sagte: „Es war an der Zeit.“
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