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FCK kämpft in Koblenz um Millionen

Kaiserslautern. Natürlich war das 1:1 in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln einen Tag später, am Montag, noch Thema beim 1. FC Kaiserslautern. Es war keines der Spiele, die man in ein paar Stunden abgehakt hat. Dafür war zu viel passiert. Vor allem die Diskussion über die Rote Karte für Srdjan Lakic geisterte durch die Katakomben des Fritz-Walter-Stadions. Trainer Marco Kurz konnte sich einen Seitenhieb gegen den Linienrichter nicht verkneifen: „Kompliment für seine Augen, dass er das aus dieser Distanz gesehen hat.“ Und auch wenn er Lakic nicht von aller Schuld freisprach („Diese Handbewegung darf nicht passieren“), stellte er sich doch vor den Stürmer: „Wenn ich die Bilder sehe, ist es kein Platzverweis.“ Worin ihm der Deutsche Fußball-Bund dann auch indirekt zustimmte, als er Lakic für nur ein Spiel sperrte, statt den bei einer Tätlichkeit üblichen zwei. Und so ist der Stürmer auch heute (19 Uhr/Sky) im Nachholspiel des DFB-Pokals beim Drittligisten TuS Koblenz dabei. Was dann auch wiederum mit seiner eignen Zukunft zusammenhängen könnte.

Der Pokal ist für den klammen FCK eine willkommene Einnahmequelle. Mit einem Sieg im Achtelfinale in Koblenz dürfte die Einnahmemarke von einer Million Euro geknackt werden. Beim Einzug ins Halbfinale käme noch deutlich mehr hinzu. Geld, das für Argumente in den Vertragsverhandlungen mit Lakic sorgen würde. Geld, das Lakic persönlich mit Toren im Pokal einbringen könnte.

Der Punkt, den sich die FCK-Mannschaft am Sonntag in Unterzahl erspielt hatte, dürfte dabei für einen Schub sorgen.  Die Moral, die sie zeigte, hat Kapitän Martin Amedick beeindruckt: „Das schafft nicht jede Mannschaft, in Unterzahl so spielbestimmend zu sein.“ Zumal das Spiel in Koblenz Parallelen zum Köln-Spiel aufweisen könnte, vermutet Mittelfeldspieler Christian Tiffert: „Das Spiel ist für beide eine Riesen-Möglichkeit. Es wird ein Kampfspiel.“ Sorgen macht ihm eher die Rasenqualität in Koblenz nach den Regenfällen: „Ich wage zu behaupten, dass ich eine ganz gute Technik habe – und das wird auf so einem Rasen nicht einfach. Mich nervt es schon.“ Damit dürfte er in der Mannschaft nicht alleine stehen. Dass der Bundesligist gegen den Drittligisten technische Vorteile hat, die aber auf schlechtem Boden weniger zum Tragen kommen, liegt auf der Hand. Widersprechen will ihm Trainer Kurz nicht, stellt aber klar: „Wir nehmen die Rolle als Favorit an.“ Denn schließlich trennen den FCK nur zwei Spiele gegen unterklassige Gegner, in denen er natürlich der Favorit aus, vom Halbfinale – das heute in Koblenz, bei einem Sieg das am 26. Januar bei Zweitligist MSV Duisburg. Dort würde nicht nur Tifferts Ex-Club, sondern mit Milan Sasic auch der Vorgänger von Marco Kurz auf den FCK warten.

Die Chancen auf ein finanzielles Zubrot stehen gut. Und damit die Chancen auf einen Verbleib von Lakic. Zumindest die finanziellen Anreize wären bei einem Weiterkommen etwas wettbewerbsfähiger. Ein wenig hat er es der Sürmer also auch auf dem eigenen Fuß.
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