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FCK muss nach 0:2 gegen VfB Stuttgart Frage nach der Qualität stellen

Sicher, sie waren bemüht. Und doch war der 1. FC Kaiserslautern weit entfernt davon, das Spiel gegen Stuttgart zu drehen, so wie ihnen das vergangene Saison gelungen war.

Sicher, sie waren bemüht. Und doch war der 1. FC Kaiserslautern weit entfernt davon, das Spiel gegen Stuttgart zu drehen, so wie ihnen das vergangene Saison gelungen war.

Kaiserslautern. Beinahe ein Jahr ist es her, da hatte der VfB Stuttgart schon einmal in Kaiserslautern geführt. 3:0 hatte es damals sogar gestanden, am Ende war das Spiel in der Fußball-Bundesliga 3:3 ausgegangen, nach einer überragenden zweiten Halbzeit des FCK. Es war eines dieser Spiele, um die Legenden entstehen, eines der Spiele, die den Mythos Betzenberg beschwören. Ein Spiel, das die alte Weisheit, dass Totgesagte länger leben, bestätigte, oder dass man den FCK am besten gar nicht für tot erklärt.

Am Samstag stand es nur 2:0 für den VfB Stuttgart, und doch lagen dazwischen Welten. Nicht dass sich der FCK nicht bemüht hätte, aber in dieser Saison scheint bemüht „verkrampft“ zu heißen. An guten Ideen mag es nicht gemangelt haben, aber es fehlte sowohl die Ruhe, so eine Idee auch in die Tat umzusetzen, als auch die „Gier“, von der Trainer Marco Kurz so gerne spricht. Itay Shechter versuchte zwar, so etwas wie Unruhe in der Abwehr des VfB zu verursachen. Er sorgte allerdings im Zusammenspiel mit Konstantinos Fortounis für den Tiefpunkt der Kaiserslauterer Offensivbemühungen, als die beiden den Ball selbst aus bester Position immer wieder zum Nebenmann spielten, bis die Stuttgarter Abwehr die Situation bereinigen konnte. „Wenn der Ball reingeht, stehen wir hier alle und fragen uns, wie die zwei so abgezockt sein können“, sagte Vorstandschef Stefan Kuntz. Doch der Ball ging eben nicht rein, und so sah das Ganze mehr nach Slapstick denn nach Fußball aus.

Man mag der Mannschaft vielleicht tatsächlich zu Gute halten, dass sie erstmals in dieser Saison konsequent nach vorne spielte. „Die Stuttgarter waren nicht unbedingt besser als wir, die waren aber einfach cleverer als wir vor dem Tor. Bei uns hat wieder die letzte Entschlossenheit, die letzte Gier gefehlt, das Ding über die Linie zu drücken“, ärgerte sich Florian Dick. Und nimmt man die Reaktion der Zuschauer zum Maßstab – und allgemein wird den FCK-Fans ja ein gutes Gespür attestiert – so muss man sich angesichts der vielen Pfiffe Sorgen machen.

Die Frage nach der Qualität der Mannschaft wird nicht nur von Fans immer lauter gestellt. Nach den Abgängen im Sommer war es durchaus berechtigt, dass die Verantwortlichen Zeit einforderten, die Frage zu beantworten, sind Korrekturen doch erst wieder im Winter möglich. „Wir können ja nicht zaubern“, erklärte Kapitän Christian Tiffert. Kuntz sprach schon von „dem ein oder anderen Weihnachtsmann im Nest“. Doch sie alle wissen, dass bis zum Winter noch viele Punkte zu vergeben sind. Und auch wenn sich in den Geschäften schon die Lebkuchen stapeln, sind es noch zu viele Punkte, um schon jetzt auf einen dieser Weihnachtsmänner zu hoffen.
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