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FCS-Chefs: Trainerfrage ist kein Thema, aber Stadion-Sanierung

Landesregierung und Stadt Saarbrücken stellen Sanierung des Ludwigspark-Stadions im Bestand in Aussicht.

Landesregierung und Stadt Saarbrücken stellen Sanierung des Ludwigspark-Stadions im Bestand in Aussicht.

Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Saarbrücken. Es ist „Fünf vor Zwölf“ oder besser „vier vor dem Untergang“. Denn genau vier Punkte trennen den 1, FC Saarbrücken noch von den Abstiegsplätzen der 3. Fußball-Liga. In dieser sportlich schwierigen Situation ist Trainer Jürgen Luginger offenbar der Einzige, der gegen die schlechte Stimmung rund um den Club ankämpft. „Wir brauchen die Fans hinter der Mannschaft und hinter dem Verein“, sagt der Trainer, der sich um Aufbruchstimmung bemüht, „es muss jetzt eine Trotzreaktion her – von allen.“ Dazu hat er seine Mannschaft am Montag und Dienstag ordentlich gescheucht. „Die rote Linie ist überschritten“, sagt der Trainer, „wenn ich immer höre, was die können und wo die spielen wollen. Und wenn ich dann sehe, was sie abliefern...... Die Mannschaft ist jetzt in der Pflicht.“ Am gestrigen Mittwoch war frei – Denkpause.

Doch wie groß ist Lugingers Rückhalt bei den Club-Bossen noch? Die trafen sich gestern. Präsidium und Aufsichtsrat kamen in der Geschäftsstelle zusammen. „Der Trainer ist kein Thema“, sagte der für den sportlichen Bereich zuständige Vize-Präsident Harald Ebertz vor der Sitzung und widersprach Gerüchten, der Verein habe Kontakt zum ehemaligen Dresdner Ralf Loose aufgenommen: „Dieser Name ist bei uns definitiv noch nie gefallen.“ So stellte sich in der Sitzung mit der Firma sportfive der nächste potenzielle Vermarkter vor. Ergebnisse gab es keine zu vermelden, denn „alle Partner sind ja bislang vom Neubau des Stadions ausgegangen“, sagte FCS-Prasident Paul Borgard, „trotz der neuerlichen Entscheidung haben aber alle weiterhin ihr Interesse am FCS bekundet.“

Man sei mittlerweile zumindest im Groben über die Umbaupläne informiert. „Es müssen jetzt die ihre Hausaufgaben machen, die den bisherigen Plan umgeworfen haben“, spielte Präsident Paul Borgard den Ball zurück ins Feld von Stadt und Land, „unsere Ansprüche als künftiger Mieter sind klar: wir wollen eine bundesligataugliche Spielstätte. Deren Rahmenbedingungen stehen im Handbuch des DFB. Wenn die neuen Ideen so umgesetzt werden, können wir damit leben.“

Doch nicht nur in der Vereinsführung, auch in der Mannschaft wurde Tacheles geredet nach der schwachen Leistung beim 0:2 in Aachen und den Aussagen von Torwart Benedikt Fernandez in einem Fernsehinterview, man müsse wohl „den ein oder anderen wieder auf die richtige Spur“ bringen und das manche „mit der Birne nicht dabei sind“. Wen er damit meinte, ließ der Torhüter offen. Dass sich in Aachen verschiedene Spieler während des Spiels auf dem Feld gegenseitig beschimpften, war bis auf die Tribüne zu hören – das Bild der „elf Freunde“, das Fußballclubs immer gerne bedienen, hat beim FCS Risse bekommen.

Am Dienstag rief Kapitän Mark Lerandy das Team zu einer Aussprache ohne den Trainer zusammen. „Es war aufschlussreich und manchmal auch lauter“, will der Spielführer nicht zu viele Internas nach außen geben, „der Respekt untereinander war sicher ein Punkt. Jeder hatte die Möglichkeit, zu sagen, wenn er nicht mehr mitziehen will. Keiner hat den Finger gehoben.“ Dass die Mannschaft im Abstiegskampf angekommen ist, sollte jetzt jeder Spieler kapiert haben. Dass es auch um die eigene Zulunft geht, machte Fernandez mit deutlichen Worten klar: „Ich habe den Jungs mal erzählt, wie Scheiße das ist, arbeitslos zu sein.“
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