Meldung aufgehoben: Saarland. B41. Gefahrenstelle durch defektes Fahrzeug auf der Johannisbrücke in Fahrtrichtung BAB 623, AD Friedrichsthal. (14:06)

B41

Priorität: Dringend

14°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
14°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

FCS-Fanprojekt "Innwurf" wieder im Falkenhaus

Das FCS-Fanprojekt

Das FCS-Fanprojekt "Innwurf" zieht in neue Räume.

Saarbrücken. „Das ist ein Quantensprung für unsere Arbeit“, freut sich Jörg Rodenbüsch, Leiter der Saarbrücker Fankontaktstelle „Innwurf“ über die neuen Räumlichkeiten für das Fanprojekt. Am vergangenen Dienstag unterzeichneten der Sportdezernent der Stadt Saarbrücken, Harald Schindel, und Peter Barrois, Direktor des Sozialpädagogischen Netzwerks der Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Träger von „Innwurf“, den Vertrag über das so genannte Falkenhaus in der Ziegelstraße 23 in Saarbrücken. Ab Sommer wird „Innwurf“ dort auf über 200 Quadratmetern im und 460 Quadratmetern Freifläche um das Haus seine neue, alte Heimat finden.



Jugendliche in Prozesse mit einbeziehen

„Schon von 2001 bis 2006 konnten wir die Räume in unmittelbarer Stadionnähe nutzen“, sagt Rodenbüsch, seit 2000 der Mann der ersten Stunde bei „Innwurf“. Am Samstag nach dem Drittliga-Heimspiel des 1. FC Saarbrückens gegen Jahn Regensburg (14 Uhr) will man sich mit Vertretern aus der Fanszene treffen. „Wichtig ist es, die Jugendlichen in diesen Prozess mit einzubeziehen. Das schafft eine ganz andere Bindung“, sagt Rodenbüsch: „Es gab schon Nachfragen für Lesungen aus der Jugendkultur. Auch Filmabende werden möglich sein. Wir hoffen, dass öfter Spieler nach den Heimspielen ins Falkenhaus kommen, damit wir eine noch größere Nähe zwischen Fans und Mannschaft herstellen können.“


Stadt stellt  Falkenhaus unbefristet und kostenlos zur Verfügung

Neben der von der Öffentlichkeit am ehesten wahrgenommen Gewaltprävention deckt „Innwurf“ ein breites Feld der Jugend- und Sozialpädagogik ab. „Als ,Innwurf' vor über zehn Jahren startete, waren Fanprojekte keineswegs unumstritten“, erinnert sich Rodenbüsch, „inzwischen konnten wir beweisen, dass sich mit sozialpädagogischer Arbeit mehr erreichen lässt, als mit härteren Strafen“. Die Stadt stellt das Falkenhaus unbefristet und kostenlos zur Verfügung. Die Unterhaltskosten, etwa 6000 Euro pro Jahr, übernimmt die Awo als Projektträger.

130 000 Euro Etat

„Dadurch, dass die Stadt mit dieser Sachleistung sich mit etwa 20 000 Euro am Fanprojekt beteiligt, wächst auch der Anteil, den die anderen Kooperationspartner zuschießen“, erklärt Dezernent Schindel. Das Fanprojekt wird von der saarländischen Landesregierung, dem Regionalverband Saarbrücken, der Stadt, der Awo sowie vom Deutschen Fußball-Bund gefördert. Der Etat beläuft sich 2011 auf etwa 130 000 Euro. „Mit dieser Aufstockung können wir auch eine zusätzliche Personalisierung durchführen“, sagt Rodenbüsch, der neben dem ständigen Mitarbeiter Torsten Hart eine weitere halbe Stelle besetzen kann. Steffen Jung wird das Team ergänzen. „Dadurch ist eine Auswärtsbegleitung mit zwei Personen möglich“, sagt Rodenbüsch, „wir planen auch Fahrten mit minderjährigen Fans und wollen eine Hobby-Fußballmannschaft aufstellen.“ Jetzt ist aber zunächst einmal renovieren angesagt, damit am 9. Juli die Eröffnung stattfinden kann. cor

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein