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FCS-Fans wollen Revanche für 0:6 gegen Elversberg

Saarbrücken. Im letzten Heimspiel des Jahres wird die Hütte noch einmal so richtig brennen. Zum Einen ist die Euphorie in der Anhängerschaft des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken nach dem Sprung an die Tabellenspitze am vergangenen Spieltag groß. Zum Anderen kommt jetzt die SV Elversberg. „Genau richtig“, wie viele FCS-Fans sagen. Sie werden ihre Mannschaft morgen ab 14 Uhr im „Park“ wohl wie in einem Europapokal-Spiel nach vorne peitschen – der Stachel vom ersten Spieltag sitzt tief.

Am 7. August demütigte die kleine SVE den großen FCS. Elversberg schickte Saarbrücken mit einer 0:6-Klatsche nach Hause. Die Häme war groß. Nun gilt es aus Sicht so mancher Fans im Rückspiel à la Europapokal-Modus das 0:6 mindestens umzudrehen.

Die FCS-Spieler fiebern dem Derby gelassener entgegen. Zwar kennt sich ein Großteil der Spieler auf beiden Seiten aus dem Effeff und hat privat miteinander zu tun. Schon daher wird die Prestige-Frage groß geschrieben. Doch das Wettmachen des Ergebnisses des Hinspiels ist – nach außen hin – kein Thema auf FCS-Seite. „Wir müssen das 0:6 nicht vergessen machen. Für uns ist wichtig, dass wir die drei Punkte holen. Wir müssen keine Revanche nehmen, aber besser spielen als damals“, erklärt Nabil Dafi. Der Franzose fühlt sich nach seiner Adduktoren-Verletzung wieder „zu 100 Prozent fit“. Beim 3:0 am vergangenen Samstag gehen Wormatia Worms wurde der defensive Mittelfeldspieler in der 69. Minute eingewechselt. „Ich konnte schmerzfrei spielen und hatte ein gutes Gefühl. Ich denke, dass ich die Kraft für 90 Minuten wieder habe“, sagt der 27-Jährige auf die Frage, ob er von Beginn an spielen könnte.

Den Beginn der Saison betrachtet Dafi als lehrreich. Das 0:6 gegen Elversberg und das 1:3 gegen Eintracht Trier seien für den Aufsteiger „ein Lerneffekt gewesen. Wir haben uns danach schnell an die Liga gewöhnt“. Er ergänzt mit Blick auf die Mannschaft: „Wir haben eine gute Gruppe, die funktioniert.“ So gut, dass der Aufstieg drin ist? Der Franzose fragt lachend: „Warum nicht?“ Doch die Frage sei schwierig. „Bisher läuft vieles positiv, aber nach der Winterpause müssen wir noch mehr arbeiten“, sagt Dafi und nennt 1899 Hoffenheim als Beispiel. Der Aufsteiger war in der vergangenen Saison in der Bundesliga Herbstmeister – und am Ende Siebter.

Der Kapitän des Herbstmeisters der Regionalliga West, Marcel Rozgonyi, sagt mit Blick auf Aufstieg und Rachegelüste: „Für ein 1:0 gibt es auch drei Punkte. Und gewinnst du jedes Spiel 1:0, steigst du am Ende auf.“ Er wird beim Derby „wohl im Block bei den Fans stehen“: Nach einer Operation am gereizten Knie fehlt der 33-Jährige, der nach der Winterpause wieder dabei sein will. „Das 0:6 war bitter. Aber von Wettmachen kann keine Rede sein. Es geht nur darum, einen Sieg zu holen“, sagt Rozgonyi – und ergänzt in Richtung Erwartungshaltung der Fans: „Erwartung und Realität gehen manchmal weit auseinander. Wir können nicht sagen, dass wir als Tabellenführer den Tabellenzehnten Elversberg 6:0 weghauen. Dafür ist die Liga zu ausgeglichen.

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