A6 Metz/Saarbrücken Richtung Kaiserslautern AS Rohrbach Bauarbeiten, Ausfahrt gesperrt, Einfahrt gesperrt bis 16.10.2017 06:00 Uhr (18.09.2017, 06:59)

A6

Priorität: Dringend

18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

FCS-Frauen: Fast alle Spielerinnen bleiben

Nach dem geglückten Klassenverbleib planen die Verantwortlichen des Frauenfußball-Bundesligisten 1. FC Saarbrücken für die kommende Saison. Drei Neue sollen kommen, 85 Prozent des Teams bleiben.

Saarbrücken. Nein, das hatte den Frauen des 1. FC Saarbrücken niemand zugetraut. Bereits einen Spieltag vor Saisonende haben die blau-schwarzen Fußballerinnen den Klassenverbleib in der Bundesliga klargemacht. Ein Erfolg einer intakten Mannschaft um den neuen Trainer Stephan Fröhlich, der im vergangenen Sommer einen Aderlass verkraften musste, als etliche Leistungsträger den Club verlassen hatten.

Trainer Fröhlich stellt Bedingungen
„Unser Zugänge passten sehr gut, es waren zehn intensive Monate“, blickt Fröhlich zurück. Der Vertrag des Fußball-Lehrers gilt noch für ein weiteres Jahr. Fröhlich knüpft an seinen Verbleib aber auch Bedingungen. Die müssen nicht unbedingt mit Geld zu tun haben, sagt er. „Wir dürfen nicht stehen bleiben, müssen Konzeptionen für die Zukunft entwickeln. Ich sage nicht blind ja“, sagt er. Unter anderem meint er damit die katastrophalen Trainingsbedingungen. So fuhr der FCS im Winter von Platz zu Platz. Und im Sommer ruht der Rasen im Kieselhumes-Stadion für mehrere Wochen.

Ein erstes Gespräch mit dem Präsidium gibt es kommende Woche. „Ich hoffe, dass Stadt und alle mehr an einem Strang ziehen. Schließlich sind die FCS-Frauen wichtig für das Image des Vereins in Deutschland.“ Das weiß auch Präsident Horst Hinschberger. „Stephan Fröhlich hat Großartiges geleistet. Wir haben jetzt die Chance, von Anfang an zu planen, diese werden wir nicht vergeben“, sagt er. In Sachen Trainingsbedingungen sei der Verein „am Thema“ und könne sich vielleicht „finanziell beteiligen“. 20 Prozent des FCS-Etats gehe für die Frauen drauf, gegen ein bisschen mehr hätte Fröhlich sicher auch nichts.

Wer kommt neu dazu?
Drei gestandene Spielerinnen sollen kommen, sagt der Trainer. Nicht geklappt hat die Verpflichtung von Leni Larsen Kaurin. Die norwegische Nationalspielerin wechselt vom FFC Frankfurt zum VfL Wolfsburg. An ihr war auch der FCS dran. Schwer wird es wohl, Cynthia Uwak zu halten. Der Vertrag der nigerianischen Stürmerin, die sich in Saarbrücken wohlfühlt, endet. Auch die Arbeitspapiere von Julia Leykauf, Christina Arend, Sif Atladottir und Laura Vetterlein laufen aus. Insgesamt sollen 85 Prozent des Teams gehalten werden.

Bleiben werden wohl Ann-Katrin Schinkel, Meike Trach, Sarah Karnbach und die Schweizer Nationalspielerin Noemie Beney. „Wir sind früher dran als vergangenes Jahr, hatten Vorabgespräche im Januar und Februar. Da haben sich alle positiv geäußert, niemand hat auch bisher gesagt, dass er weg will“, erklärt Teammanagerin Denise Gorges. Ein Wermutstropfen waren nur die sinkenden Zuschauerzahlen, im Schnitt waren es 400 Fans. Hinschberger meint dazu: „Wir versuchen, Sponsoren aus der Region zu finden, setzen auf Wachstum und Expansion.“ raps



Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein